EcoFlow Delta Max 2000 Test + Offgridtec Solartasche: Mobil & autark!

Wer auf der Suche nach einem Solargenerator ist, der wird mittlerweile auf ein großes Angebot auf dem Markt stoßen. Von kleinen, sehr kompakten Lösungen bis hin zu schweren und großen Systemen muss die Wahl zwischen einer Vielzahl an Geräten fallen. Mit dem SparBundle von Offgridtec bestehend auf der EcoFlow Delta Max 2000 und einer 200W Hardcover Solartasche haben wir ein Solar-Set für euch getestet, das sowohl im Campervan als auch Zuhause Einsatz finden kann.

Mit EcoFlow haben wir bereits gute Erfahrung gemacht, wenn nicht sogar die beste Erfahrung. Hier stimmt einfach alles. Die Bedienung ist durchdacht, die Knöpfe sind bestens erreichbar, die Leistung stimmt und besonders auch das Gewicht/Kapazität-Verhältnis. Während andere Powerstations mit der gleichen Kapazität und weniger Features deutlich mehr wiegen, kommen die EcoFlow Geräte vergleichsweise leicht daher. Dennoch bringt die hier getestete EcoFlow Delta Max rund 22 Kilogramm auf die Waage. Konkurrenzmodelle wie beispielsweise die Bluetti AC200Max schaffen es auf deutlich schwerere 28kg.

Während wir mit der EcoFlow River Pro und der EcoFlow Delta Pro schon die Spitzenmodelle der Marke vorgestellt haben, soll es jetzt ein unserer Meinung nach alltagstauglicheres Set sein, das dennoch locker 2.000W Ausgangsleistung bringt. In Kombination mit 200 Watt Solarpower soll das Bundle für alle Eventualitäten gerüstet sein.

EcoFlow Delta Max 2000 im Bundle mit 200W Solar – Ersteindruck

Wie die Bezeichnung Delta Max 2000 schon vermuten lässt, handelt es sich bei dieser EcoFlow-Powerstation um ein Modell mit 2016Wh Kapazität. Zum Vergleich: Unsere interne Batterielösung von Liontron liefert gerade mal die Hälfte, reicht uns in den Monaten März bis Oktober aber trotzdem gut aus, um mit dem Van zu reisen und von unterwegs aus zu arbeiten. Die EcoFlow Delta Max speichert also genug Energie für – im Grunde – alle möglichen Szenarien im Vanlife und Camping-Alltag.

Das Set wird in zwei Paketen geliefert. Die EcoFlow Delta Max Powerstation sowie das 200W Offgridtec Hardcover Solarpanel. Beides ist sehr gut verpackt und kann trotzdem schnell ausgepackt werden. Wenn es also mal schnell gehen soll, dann kann man wenige Minuten nachdem der Paketbote geklingelt hat, schon in den Urlaub starten. Unsere Delta Max war jedoch komplett leer, Kapazität 0%. Somit mussten wir erstmal die Solartasche anstecken oder hätte auch auf das 230V Stromnetz zugreifen können, das das Laden deutlich beschleunigt, dazu kommen wir nun auch zu sprechen.

Laden auf gewohnt hohem Niveau! EcoFlow Lademonster.

Wie wir auch schon in den beiden oben verlinkten Tests zur Delta Pro und River Pro geschrieben haben, ist EcoFlow der Platzhirsch im Bereich “Aufladen”. Durch die starke Energieaufnahme sind die Geräte nämlich in nur einer Stunde von 0 auf 80% aufgeladen, wenn man sie direkt ans Stromnetz ansteckt – wahnsinnig gute Werte! Auch bei der Delta Max konnten wir die Werte wieder erreichen und blickten auf 2.000 Watt im Input-Bereich. Die letzten 20% bis zu vollen Ladung benötigen dann weitere 30 Minuten, da man den Rest schonender auflädt, um den Akku nicht zu sehr zu strapazieren. Aller läuft automatisiert – sehr komfortabel.

Aufladen mit Solarstrom macht beim Campen aber auch viel Spaß und geht mit dem 200W Panel von Offgridtec auch einfach von der Hand. In unserem Test konnten wir maximal 180 Watt aus dem 200 W Panel kitzeln, was wahrscheinlich an der hohen Temperatur lag, denn wenn die Solarplatten zu heiß werden, dann kann die Effektivität der Stromproduktion darunter leiden.

Die Offgridtec Solartasche mit 200 Watt in der Hardcover-Ausführung

Kurz vorweg: Zu zweit lässt sich das Panel wirklich sehr angenehm aufstellen; ist man nur allein geht es natürlich auch, es dauert nur eben länger. Das Panel ist in einer Tasche verwahrt, die ebenso Kabel in einer seitlichen Tasche beherbergt. Mit Klett ist die Tasche verschlossen; das Panel ist schnell herausgeholt.

Zwei seitliche Druckknöpfe halten die vier Solarplatten zusammen. Auseinander gefaltet ist das Ganze schnell. Wenn man das Panel allein aufstellt, braucht man etwas Übung beim Ausrichten und Aufstellen der Platten. Die Standfüße müssen it etwas mehr Kraft vom Klett gelöst werden und sind dann zwar schnell aufgestellt, dennoch muss man diesen Vorgang für vier Teile wiederholen. Beim erneuten Ausrichten kann es sein, dass die Platten wieder umkippen, da sich die Standfüße ungewollt einklappen – aber, ganz ehrlich: Luxusproblem.

Praktische Anschlüsse direkt am Hardcover

Im Hardcover der Tasche sind zwei Klappen unter welchen zum einen USB-A Anschlüsse verstaut sind und zum anderen der Anschluss des Solarkabels, dessen anderes Ende in die Delta Max Powerstation gesteckt wird. Beim Zusammenfalten des Panels und Einschieben zurück in die Tasche, benötigt man manchmal Hilfe einer zweiten Person. Es geht aber auch allein, ist nur etwas umständlicher aufgrund der sperrigen Maße. Doch 200W Solarstrom bekommt man eben nur durch große Panels.

Bedienung der Delta Max – direkt am Gerät oder per Smartphone

Steckt das Ladekabel in der Delta Max, egal ob Solar oder 230V, so geht der Blick schnell auf das Display an der Front, um zu schauen wie viel Strom einfließt, spannend! Mit dem Smartphone und der EcoFlow-App geht das übrigens auch. Mit dem IoT-Button auf der Front der Powerstation wird das Wifi aktiviert und man kann das Smartphone koppeln. Hier sind nun via App alle Werte auslesbar, sowie alle Ein- und Ausgänge zu steuern. Auch Features wie ein Piepen beim Betätigen von Knöpfen am Gerät können eingestellt werden.

Die EcoFlow Delta Max macht auch beim Hausbau und allgemein Zuhause eine gute Figur durch die hohe Ausgabeleistung von 2.400 Watt.

Wer keine Lust auf das Handy hat, der schaltet den Wechselrichter oder die USB-Ausgänge einfach mit einem Druck auf den jeweiligen Knopf direkt an den Anschlüssen ein und wieder aus. Standardmäßig wird jeder Druck auf einen Button mit einen Piepen bestätigt. Das finden wir praktisch, denn LEd-Indikatoren sind bei starker Sonneneinstrahlung und mit aufgesetzter Sonnenbrille nahezu nicht zu erkennen.

Genug Strom für tägliche Begleiter, zum Arbeiten und für Energiefresser!

Wem wir hier erzählen, dass man mit der Delta Max ein Notebook laden kann, der wird sich wohl fragen, wieso er diesen Test überhaupt liest. Deshalb wollten wir direkt die Herstellerangaben prüfen und sind mit einem Wasserkocher und einem Sandwichmaker ins Rennen gegangen. Bis zu 2.400W kann die EcoFlow Delta Max liefern – und das dauerhaft! Im Grunde findet man wenig Geräte, die die Powerstation an ihre Grenze treiben, wenn man nicht gerade eine Klimaanlage mit über 3kw im Wohnmobil betreiben will.

Auch längerer Betrieb eines Haartrockners war kein Problem und bringt lediglich den Lüfter der Delta Max zum Surren, wobei hier aber noch kalte Luft herauskommt, also im Inneren alles gut belüftet und lange nicht an der Leistungsgrenze ist. Der Einsatz der Powerstation macht wirklich Spaß und auch mehrere 230V Geräte sind problemlos zu betreiben. Gut gefällt uns das minimalistische Design des Delta Max selbst sowie allen Eingängen und Knöpfen.

Die Nutzung im Vanlife-Alltag – gerade für Wintermonate eine perfekte Ergänzung zur PV-Anlage auf dem Dach

Da wir auch gerne mal in den Wintermonaten in den Süden fahren, wo die Sonne zwar viel scheint, jedoch nicht so hoch steht wie im Sommer, kommen wir in einer arbeitsreichen Woche oft an unsere Energiegrenzen. Als Backup ist die EcoFlow-Lösung mit der Offgridtec Solartasche eine tolle Lösung. Aber nicht nur als Backup, auch als alleinstehendes Energiesetup kann die Powerstation überzeugen, denn 2kWh sind mehr als genug für Vanlife und Co. So können sowohl 12V- als auch 230V-Geräte angesteckt werden, um am Ende als einziger Energiespeicher im Wohnmobil zu genügen.

Im Alltag fanden wir es teilweise umständlich das Solarpanel immer in die Tasche zurückzustecken und haben das gegen Ende der Testphase einfach gelassen. Einfach die beiden Druckpunkte an der Panel-Seite schließen und ab in den “Kofferraum” unter dem Bett. Auch das Solarkabel lassen wir dann im Panel stecken, um es beim nächsten Einsatz lediglich an der Powerstation einstecken zu müssen – so geht es deutlich schneller von der Hand, wenn auch das Solarpanel dadurch nicht kompakter wird und beim Ausrichten immer etwas fummelig ist. Machbar ist das aber trotzdem gut, auch allein. Ansprechen möchten wir solche Punkte aber dennoch gern.

In der EcoFlow-App sieht man immer den aktuelle Ein- und Ausgang der Leistung, sowie den Akkustand in Prozent auf die zweite Nachkommastelle genau. So kann man dem Akku förmlich zuschauen wie er mit dem Solarpanel geladen wird. Wird die Delta Max mit 2.000W am Hausstrom geladen, wirkt der Ladevorgang fast schon unreal.

Fazit zur EcoFlow Delta Max 2000 im SparBundle

Entscheidet ihr euch für das SparBundle von Offgridtec, dann könnt ihr wirklich einige Euros sparen, denn einzeln sind die Produkt in der Regel teurer. Und meist benötigt man zur Powerstation ja ohnehin ein leistungsstarkes Solarpanel. Das Set ist eine tolle Kombination und reicht für alle Bedürfnisse im Wohnmobil-Alltag aus. Die große Delta Pro ist da deutlich zu schwer und “overpowered”, aber auch hierfür gibt es sicher Anwender. Wir möchten in diesem Fazit nur die Delta Max behandeln und wurden während der Testphase nicht enttäuscht.

Wir standen ständig autark und waren auf keine externe Stromversorgung angewiesen. Unsere Geräte haben wir alle mit der Powerstation betrieben, bis auf den fest verbauten Kühlschrank, sowie die Wasserpumpe und die verbauten Lichter. Geladen haben wir unsere Notebooks, Ventilatoren, Taschenlampen, Smartphones und Tablets, teilweise auch mit 230V. Betrieben wurden außerdem ein Kontaktgrill mit 2.000W, ein Wasserkocher mit 1.000W sowie ein Sandwichmaker mit ebenfalls 1.000W Leistung. Wir konnten keine Fehlfunktion feststellen und waren auch nach mehreren Wochen Nutzung immer noch sehr glücklich mit dem Setup. Die Kapazität von knapp 2kWh brachte uns Sicherheit, dass wir immer genug Strom haben.

Das Aufladen hat sowohl mit 230V in Restaurants und Cafés als auch mit Solar in der Natur gut funktioniert. Schön war es zum Aufladen den Van auch mal im Schatten stehen lassen zu können. Bei 37 Grad im Schatten wirklich deutlich angenehmer. So macht eine Backup-Lösung also auch im Sommer durchaus Sinn, wenn die Sonne auch in Deutschland bis zu 15 Stunden am Tag scheint. Ihr könnt das von uns getestete Set direkt bei Offgridtec kaufen und bei Bedarf auch andere Konfigurationen treffen, wenn ihr noch mehr Strom benötigt. Bspw. mit zwei Solarpanels oder Zusatzakkus.

Derzeit sind viele Produkte bereits ausverkauft, daher heißt es öfter mal vorbeischauen und schnell sein, denn Offgridtec bekommt regelmäßig neue Warenlieferungen rein.

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