Tesvor S4 Test: Preisgünstiger Saugroboter mit solidem Funktionsumfang

Im Bereich der Saugroboter konnten wir uns bereits von einigen Herstellern und Modellen überzeugen. Die Vielzahl der einzelnen Roboter macht eine Kaufentscheidung umso schwieriger, daher testen wir für euch regelmäßig neue Modelle. Der Tesvor S4 ist frisch auf dem Markt und möchte vor allem mit einer guten Preis-Leistung überzeugen. Was der Saugroboter alles kann, erfahrt ihr im nachstehenden Testbericht.

Der Hersteller Tesvor wurde in den letzten Monaten immer bekannter. Auch wir konnten uns schon von einem hybriden Modell des Unternehmens überzeugen, hier lest ihr unseren Tesvor S6 Turbo Test. Der neue Tesvor S4 konzentriert sich hingegen nur auf eine Aufgabe: Das Staubsaugen. Wie gut das gelingt, haben wir für euch herausgefunden. Jeder der nicht unbedingt einen hybriden Wischroboter benötigt, könnte beim neuen S4 fündig werden. Alle Informationen und Erfahrungen mit dem neuen Tesvor Modell, erfahrt ihr hier.

Der Ersteindruck: Angemessener Lieferumfang und eine simple Einrichtung

Trotz des günstigen Preises von circa 250 Euro, bietet der Tesvor S4 einen soliden Lieferumfang. Neben dem Saugroboter befinden sich insgesamt vier zusätzliche Frontbürsten, ein Ersatzfilter, eine Fernbedienung, die obligatorische Bedienungsanleitung, sowie die Ladestation inklusive Netzteil im Lieferumfang. Gerade die zusätzliche Fernbedienung möchten wir positiv erwähnen, da nicht jeder seinen Saugroboter mit einer App steuern möchte. Oftmals ist die direkte Bedienung mittels einer Fernbedienung nicht nur schneller, sondern auch einfacher.

Im Lieferumfang ist alles Wichtige für einen sofortigen Start enthalten.

Das Design des S4 Roboters ist wie gewohnt Geschmacksache. Die schwarze Farbe wirkt zeitlos und fügt sich daher in verschiedene Wohnungen gut ein. Nur die glänzende Oberfläche ist unserer Meinung nach etwas ungünstig gewählt. Fingerabdrücke und Staub werden hier relativ schnell sichtbar. Ansonsten ist die allgemeine Verarbeitung wirklich ordentlich. Vor der Ersteinrichtung muss der Roboter am seitlichen Ein- und Ausschalter aktiviert werden, anschließend montiert man die beiden farblich markierten Frontbürsten und schon kann es losgehen.

Die eigentliche Einrichtung erfolgt über die hauseigene Tesvor App, welche für iPhones und Android Smartphones verfügbar ist. Nach dem Download wählt man sein entsprechendes Modell, in unserem Fall den Tesvor S4, und verbindet die App mit dem eigenen WLAN. Steht der Roboter zeitgleich eingeschaltet auf der Ladestation, verbinden sich App und Saugroboter automatisch.

Durch den seitlichen Ladeport kann der Tesvor S4 auch direkt aufgeladen werden

Die Fernbedienung ist angenehm leicht und liegt gut in der Hand

Ab dann kann die Steuerung wahlweise via App oder Fernbedienung erfolgen. Zusätzlich befinden sich auf der Oberseite zwei separate Knöpfe für eine direkte Bedienung am Gerät. Hierüber lässt sich eine automatisierte Reinigung sowie die Rückkehr zur Ladestation starten. Eine LED symbolisiert die Verbindung zum WLAN.

Tesvor S4 im Alltag: Solide Reinigungsleistung und guter Funktionsumfang mit kleinen Abstrichen bei der App

Nach dem Ersteindruck und der Einrichtung, folgen nun unsere Erfahrungen mit der Reinigungsleistung und Bedienung des Roboters im Alltag. Beginnen wir mit der Fernbedienung; Diese benötigt zwei AAA-Batterien, welche leider nicht im Lieferumfang enthalten sind. Sie liegt gut in der Hand und bietet die wichtigsten Funktionen. Neben einer manuellen Steuerung lässt sich hierüber eine automatisierte Reinigung, das Säubern einer bestimmten Stelle oder auch das Heimkehren zur Ladestation anstoßen. Gerade für Leute, welche den Roboter gerne direkt steuern und hierfür kein Smartphone in die Hand nehmen möchten, ist die Fernbedienung eine gute Wahl.

Die Ladestation ist kompakt und unauffällig

Bei der App hingegen muss man unserer Meinung nach ein paar kleine Abstriche machen. Die Einrichtung ist zwar einfach und die Bedienung intuitiv, doch leider sind manche Übersetzungen etwas wage formuliert. Zudem sind einige Schaltflächen nicht sauber dargestellt und generell könnte die App noch etwas zuverlässiger funktionieren. Alles in allem lässt sich der Tesvor S4 aber auch hierüber gut steuern. Zudem lässt der Funktionsumfang, gerade wenn man den aufgerufenen Preis des Saugroboters bedenkt, nur wenig zu wünschen übrig. Somit sollte die App die Kaufentscheidung nicht beeinflussen.

Der Saugroboter kann auch direkt über die Tasten auf der Oberseite gesteuert werden

yDie automatisierte Raumaufteilung funktioniert relativ gut. Bereits gesetzte Grenzen können manuell angepasst werden und somit lässt sich die eigene Wohnung präzise anlegen. Dadurch wird es möglich, den Tesvor S4 auch einzelne Räume reinigen zu lassen. Darüber hinaus bietet die App Standardfunktionen wie eine Spot-Reinigung, automatisierte Timer und das Einstellen via Sprachsteuerung. Bei Bedarf erzählt der Roboter in klarer deutscher Sprache alles, was er gerade macht. Natürlich sind hier auch weitere Sprachen möglich.

Positiv erwähnen möchten wir die Möglichkeit, den Tesvor S4 via App an Alexa oder den Google Assistent anzubinden. Gerade in der Preisklasse können das nicht viele Saugroboter. Wer also ein Smart Home der beiden eben genannten Systeme besitzt, darf sich freuen.

Die Oberseite zieht Fingerabdrücke und Staub magisch an

Abschließend möchten wir noch auf den wichtigsten Teil eines Saugroboter-Tests eingehen, die Reinigungsleistung. Kurz und knapp: Der Tesvor S4 schlägt sich hier super. Zwar kann der kleine Saugroboter keine Hartböden wischen und nur staubsaugen, das macht er dafür aber zuverlässig. Die beiden Frontbürsten befördern den umliegenden Schmutz zuverlässig in die Mitte, wo ihn die Hauptbürste mit 2.200 Pascal einsaugt. Die Reinigung der Bürsten erfolgt mithilfe des beiliegenden Werkzeugs. Generell ist die Reinigungsleistung auf Hartböden sehr gut, selbst Teppich mit etwas längeren Fasern meisterte der Tesvor S4 problemlos. Daher eignet sich das Gerät für all diejenigen, die einen reinen Saugroboter mit guter Leistung zu einem fairen Preis suchen.

Der Staubtank ist groß und lässt sich einfach entleeren

Ebenso positiv sind die Kletter- und Navigationseigenschaften des S4. In unserem Test schaffte es der kleine Roboter Kanten mit einer Höhe von circa zwei Zentimetern zu überwinden. Durch die effiziente Lasernavigation geht auch die Akkulaufzeit in Ordnung. Der Hersteller gibt hier 100 Minuten an, real erreichten wir in unserem Test circa 90 Minuten. Je nach Untergrund und eingestellter Saugleistung kann die Laufzeit variieren. Bei einem Teppichboden brauchte der Tesvor S4 circa 40 Minuten für eine zu reinigende Fläche von 25 Quadratmetern, das ist ein durchschnittlicher Wert.

Die Navigation erfolgt dabei nach einem vorgegebenen Prinzip. Kanten fährt der S4 sauber ab und Möbelstücke werden ebenso erkannt. Daher ist es relativ selten, dass der Saugroboter aus dem Hause Tesvor gegen ein Hindernis fährt. In den meisten Fällen werden diese sauber erkannt und umfahren.

Fazit zum Tesvor S4: Reinigt zuverlässig und bietet viel für seinen Preis

Neben den bereits genannten positiven Punkten wie der zusätzlichen Fernbedienung, der Reinigungsleistung und des generellen Preis-Leistungsverhältnisses, gibt es auch Kritikpunkte. Neben der App, welche noch ein paar Updates vertragen könnte, hätten wir uns eine etwas längere Akkulaufzeit und eine matte Oberfläche gewünscht. Diese wäre deutlich weniger anfällig gegenüber Staub und Fingerabdrücken. Wer mit diesen minimalen Abstrichen leben kann und keine Wischfunktion benötigt, bekommt mit dem Tesvor S4 einen soliden Saugroboter mit guter Leistung und einem fairen Preis von circa 250 Euro.


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2 Kommentare

  1. Markus sagt:

    Wir haben in der Arbeit jetzt auch so einen Staubsaugroboter, immer sehr lustig wenn er seine Runde während der Arbeitszeit dreht :D

    • Aaron Baumgärtner sagt:

      Stark! Auch vom selben Hersteller? Auf der Arbeit durch die Büroräume tatsächlich eine gute Idee, solange er nicht beim Arbeiten stört. :D

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