Narwal Freo Test: Der Star unter den Saug-Wisch-Robotern?

Das Saugen und Wischen der heimischen Fußböden wird immer häufiger an elektronische Helfer und Haushalts Gadgets abgegeben. Nicht umsonst, denn die Ergebnisse lassen kaum zu wünschen übrig. In einigen Fällen muss jedoch noch nachgearbeitet und die Reinigung kann nicht komplett abgegeben werden. Doch macht der Narwal Freo dies obsolet? Der ausführliche Praxistest zum Gerät hat uns selbst überrascht. 

Saug Wischroboter faehrt zur Station

Der Karton vom Narwal Freo ist groß, kommt jedoch ohne unnötiges Füllmaterial. Die Reinigungsstation und der Saug-Wisch-Roboter selbst sind natürlich der Hauptteil im Paket. Im Prinzip bleibt nichts an Ersatzmaterial oder ähnlichem übrig. Die Wassertanks werden in die Station gesetzt, die Fühlerbürsten sowie die Wischmops und der Staubtank montiert – fertig. Ein Highlight bildet noch die Flasche mit dem Reinigungsmittel. Es sind 930 Milliliter enthalten und der Behälter wird direkt in die Reinigungsstation eingesetzt. Nach dem Download der Narwal App ist das Gerät fast schon startbereit.

Reinigungsmittelflasche in der Station

Narwal Freo: Optisch eher außergewöhnlich

Die Reinigungsstation ist ähnlich turmartig wie die gesamte Konkurrenz in der Branche. Lediglich die rundlichen Kanten heben das Modell vom Rest ab. Auch die Farbgebung ist eher außergewöhnlich. Statt matt kommt hier nämlich ein weißes Hochglanzfinish zum Einsatz. Die Akzente sind bei der Station und dem Roboter selbst in einem silbrigen Ton. Farblich dürfte der Narwal Freo damit in sämtliche Einrichtungsstile passen und sich nicht zu sehr in den Vordergrund drängen.

Narwal Freo von oben

Das vom Hersteller genannte Dock hat oben eine Klappe und gibt den Zugriff auf die Wassertanks und das Reinigungsmittel. Der Schmutzwassertank hat eine weißliche Farbe und der Frischwasserbehälter ist zu besseren Unterscheidung bläulich. Die Griffe auf der Oberseite machen den Transport zum Waschbecken einfach und komfortabel. Ein einfacher Klickverschluss sichert die Tanks vor dem Öffnen.

Tanks in Station von Narwal Roboter

Auf der Oberseite der Station befindet sich ein rundes Display, welches via Touch bedient werden kann. Hier können diverse Einstellungen vorgenommen oder eine Reinigung gestartet werden. Die Auflösung ist sehr gut, das Ansprechverhalten absolut in Ordnung und das Display insgesamt sehr praktisch, wenn mal kein Handy zur Hand ist. Auch optisch macht es natürlich einen hochwertigen Eindruck im Gesamtbild der Reinigungsstation. Im unteren Bereich wird übrigens auf eine ausladende Wischplatte verzichtet. Der Narwal Freo fährt rückwärts mit den Wischmops voran in die Base und benötigt daher keinen Nässeschutz für den Fußboden.

Display auf Station von Narwal Freo

Display auf Dock

Der Roboter selbst folgt der typisch runden Form. Auf der Unterseite sind zwei Fühlerbürsten mit jeweils zwei Wedeln angesiedelt. Mittig befindet sich kurz vor dem Staubtank die Hauptwalze mit einer Mischung aus gummierten Lippen und Nylonborsten. Im hinteren Bereich finden die beiden Wischmops Platz. Sie haben eine außergewöhnliche Form, denn sie sind nicht ganz rund und haben Ansätze eines Dreiecks. Das soll ihnen bei der Reinigung der Kanten zugute kommen.

Unterseite von Wischroboter

Benutzerfreundliche App mit gutem Aufbau

Die App ist sehr übersichtlich aufgebaut. Die Aufmachung wirkt aufwändig, professionell und sehr hochwertig. Innerhalb von wenigen Minuten ist die Einrichtung des Narwal Freo ins heimische WLAN-Netzwerk erledigt. Die erste Fahrt dient dann natürlich dem Mapping der Umgebung. Direkt wird klar, in welcher Liga der hybride Roboter spielt. Die Art der Fahrt ist besonders geschmeidig und zielorientiert, selbst wenn es ja noch kein Ziel gibt. Es werden keine Haken geschlagen und in der App kann der Scanvorgang live miterlebt werden. Innerhalb kürzester Zeit steht die Karte eines ganzen Geschosses in einer beeindruckenden Genauigkeit.

App vor Reinigungsstation

Bis zu vier Karten können gespeichert und separat angesteuert werden. Die Aufteilung der Räume sowie das Einzeichnen der Hindernisse erfolgt dabei sehr präzise. Bei Bedarf kann man Zonen mit separaten Reinigungsmodi einstellen und sogar den Bodenbelag der einzelnen Räume eingeben. So werden die optimalen Einstellungen für das Saugen und Wischen direkt vorgeschlagen, können jedoch auch angepasst werden. Insgesamt bietet die App also einen enormen Funktionsumfang, was die Reinigung der Böden angeht. Doch auch der Roboter selbst kommt nicht zu kurz. Der Zustand der Ersatzteile wird natürlich ebenso erfasst und erinnert an einen anstehenden Austausch.

App Screenshot Narwal 1
Screenshots aus der markeneigenen Narwal App

Die akustischen Signale des Narwal Freo sind in der Lautstärke und Sprache frei wählbar, beziehungsweise auch abstellbar. Die Stimme empfanden wir als die angenehmste, von allen bisher getesteten Modellen. Die Sprachansage kann direkt am Dock verwaltet werden und via App kann man den Roboter sogar suchen, sodass dieser eine Ansage mit „Hier bin ich“ macht.

Top Reinigungsleistung in der Testphase

Nach der ausführlichen Testphase können wir tatsächlich kaum Kritik am Narwal Freo vermelden. Die Reinigungsleistung war immer zufriedenstellend. Besonders das Wischen und die einzigartige Technik, die Wischmops nach einer kleinen Vorwärtsfahrt immer wieder Richtung Wand zu drehen, hat für eine hervorragende Reinigung bis nahezu an die Wand geführt. Dies kennen wir von der Konkurrenz schlechter, beziehungsweise mit größerem Abstand zur Wand oder Sockelleiste. Die Bauweise macht eine Reinigung unter entsprechend flachen Möbeln möglich. Der Durchmesser beschränkt vielleicht manche Fahrt unter eng zusammenliegenden Stuhlbeinen, aber dies werten wir nicht als Kritik.

Narwal Roboter wischt vor Kleiderschrank

Die Tanks sind ausreichend dimensioniert und für das regelmäßige Handling nicht zu groß geraten. Da es keinen größeren Staubtank oder Staubbeutel in der Station gibt, muss der kleine Staubbehälter im Gerät regelmäßig geleert werden. Dieser ist jedoch so dimensioniert, dass dies auch nicht nach jeder Reinigung bei normaler Verschmutzung geschehen muss. Der Fokus liegt beim Narwal Freo also eindeutig auf ein besonders gründliches Wischergebnis, wofür die Wassertanks einfach wichtiger sind.

Staubtank im Narwal Roboter
Staubtank im Narwal Roboter

Schmutzwasser wird entleert

Frischwassertank wird gefuellt

Auch empfindlicher Parkettboden wurde zuverlässig von Staub und Schmutz befreit. Die mittlere Wischstufe ist perfekt für hartnäckigen Schmutz und auch für die alltägliche Reinigung. Wem dies zu feucht ist, kann den trockeneren Modus wählen. Die Saugstärke ist ebenfalls in drei Stufen einstellbar. Was nach dem Wischen bedacht werden muss, ist die Trocknung der Wischmops, welche eine moderates Rauschen für mehrere Stunden an der Basis verursacht. Neben dem Sofa oder Bett könnte dies als störend empfunden werden.

Roboter wischt Parkett

Wischpads vom Narwal Freo

Der Freo Modus ist besonders praktisch, wenn die Verschmutzung mal etwas stärker ist. Dann wird diese automatisch erkannt und mit der entsprechenden Intensität gereinigt. Die Wischpads werden dann in einem engeren Zeitabstand selbstständig ausgewaschen und das Ergebnis ist jederzeit perfekt geworden. Doch auch im normalen Saugen-Wischen-Programm ist die Reinigung jederzeit hervorragend gewesen. Auch hier fährt der Narwal Freo regelmäßig zur Basis zurück und wäscht seine Mops aus. Ein „hinterherziehen“ des Schmutzes wird damit effektiv vermieden.

Insgesamt gibt es von uns also eine klare Kaufempfehlung für das Modell des chinesischen Herstellers. Im Bereich der Reinigungsleistung und der Navigation sowie des Fahrverhaltens kommt er unserer Meinung nach an keinen Konkurrenten heran. Wem das glänzend weiße Design gefällt und wem rund 850 Euro für ein solches Gerät nicht zu viel sind, der kann den Narwal Freo ab 15. Juni 2023 kaufen. Auf der Herstellerseite und Narwal Produktseite könnt ihr den Saug-Wisch-Roboter bereits vorbestellen.


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Narwal Freo im Schlafzimmer

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Laura Rockmann

Hi, ich bin Laura und seit 2016 in der Gadget Rausch Redaktion. Ich begeistere mich für Technik rund um den Haushalt und Praktisches für Camping und Familie.

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