ProMixx Vortex 2.0 – Der Strudel für den Muskelaufbau

Es ist eine interessante Erfahrung, ein Kickstarterprojekt zu finden, an dem man selbst großes Interesse hat und deshalb auf deren erfolgreiche Umsetzung hofft, um das Produkt einige Zeit später selbst in den Händen halten zu können. Der ProMixx Vortex 2.0 ist für mich eines eben jener Produkte. Bereits April 2014 schrieb ich über die vielversprechende Kickstarterkampagne in meinem Artikel „Das Ende vom Handshaker? – ProMixx Vortex endlich vorgestellt“, und hoffte inständig um dessen Finanzierung. Jetzt, ein Jahr später, steht bereits die 2.0 Version des elektronischen Sportshakers vor mir und die Begeisterung hat nicht nachgelassen.

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Jeder, der langfristig Sport macht, ob im Fitnessstudio, im Verein oder mit Heimtraining, kommt irgendwann an den Punkt, an dem er sich mit seiner Ernährung auseinandersetzt und versucht diese optimal zu gestalten, um schneller Erfolge zu erzielen. Zu einer solchen Ernährung zählen dann irgendwann auch Supplements (zu dt. Nahrungsergänzungsmittel), wie Proteinpulver, Kreatin, Aminosäuren und viele Weitere. Eben diese werden dann über den Tag in einem oder mehreren Shakes angerührt und zu sich genommen.

Der ProMixx Vortex erleichtert einem diesen Vorgang. In der Flasche befindet sich eine elektrisch betriebene Klinge, die in Verbindung zu einem Motor jedes Getränk in Sekundenschnelle verrührt. Was jetzt aber für den einen nur wie ein Shaker für Faule klingt, birgt jedoch noch einige Vorteile mehr, als einen schnell gemixten Proteinshake.

Bestandteile

Zusammengefasst lässt sich der ProMixx Vortex 2.0 auf vier auseinandernehmbare Einzelteile aufteilen. Oben auf natürlich der Deckel mit Trinköffnung. Direkt darunter ein Supplementlager, das es ermöglicht bis zu 60g Pulver trocken durch den Tag zu transportieren, um es erst dann einzumischen, wenn der Shake tatsächlich gebraucht wird. Dies ist in sofern sehr vorteilhaft, weil viele Pulver, die sich über längere Zeit in einer Flüssigkeit befinden, einen Teil ihrer biologischer Wertigkeit verlieren und somit in ihrer Wirkung schwächer werden. Die Mitte und das Herzstück des Geräts ist natürlich die Flasche selbst mit einem Fassungsvermögen von 600ml und dem eingebauten X-förmigen Schneideblatt, an dessen Boden sich der per USB-Anschluss wiederaufladbare Motor befindet.

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Man kann bei jedem der Bestandteile sagen, dass es sehr gut und stabil verarbeitet ist. Besonders ist dabei das Gehäuse aus Aluminium und Hartplastik, das den robusten Körper bildet und sich im Gegensatz zu herkömmlichen Shakern nicht so schnell verformen kann und wodurch die Gefahr bestünde, dass es undicht wird. Genauso gut funktioniert der Drehverschluss, der nicht über einen anfälligen Schraubverschluss schließt, sondern fest einrastet.

Undurchdacht ist jedoch die Messskala auf der Außenseite. Hierfür wurde das Behältnis in jeweils 50ml Abständen markiert, von denen jedoch nur an der 100ml und der 500ml Marke auch die Zahl aufgedruckt ist, während die restlichen Werte nur durch Striche gekennzeichnet werden. Diese verwirren vielmehr bei jedem Befüllen anstatt zu helfen, da man jedes Mal von oben oder unten hoch- bzw. herunter zählen muss, um hereiszufinden bei welchem Strich man sich denn derzeit überhaupt befindet.

Shaken

promixx5 571x1024Sobald es dann aber wieder an seine Hauptfunktion geht, weiß der ProMixx auf voller Linie zu überzeugen. Die 1600UpM des Motors in Verbindung mit dem Schneideblatt erzeugt einen Strudel, der ausreicht, um euch jedes Getränk perfekt durchzumischen. Und auch wenn er grundsätzlich dafür konzipiert ist, ist bei Proteinshakes dabei nicht mal der Schlussstrich gesetzt. Genauso ist es möglich Cocktails zu mischen oder auch Dickflüssigeres, wie rohe Eier bis hin zu Babynahrung.

Konkret zum Thema Proteinshakes lässt sich aber loben, dass es das Gerät in kürzester Zeit schafft, jedes Pulver optimal und frei von Klumpen unterzurühren. Da sich die Löslichkeit von Proteinpulvern jedoch von Marke zu Marke unterscheidet, habe ich für den Test mehrere Supplementanbieter aus verschiedenen Preislagen ausprobiert und unabhängig, ob es mit Wasser oder Milch angerührt wurde, war das Ergebnis in jedem Versuch perfekt und klumpenfrei gemischt.

Eine Schwachstelle im Bezug auf das Mischen betrifft jedoch das zuvor erwähnte Supplementlager. Da der Container zwischen Deckel und Flasche eingesetzt wird, muss man diesen jedes Mal entfernen, wenn man etwas trinken möchte und danach wieder einsetzen, damit man ihn nicht separat in der Tasche herumtragen muss, was auf Dauer etwas nervig werden kann.

Reinigung

Jeder, der es je versäumt hat seinen Shaker direkt nach dem Training auszuwaschen und ihn daraufhin einige Zeit vergessen hat, kennt den bestialischen Gestank und die Schwierigkeiten Proteinreste aus dem Sieb zu waschen. Ein Problem dass der ProMixx tatsächlich sehr komfortabel lösen kann. Der Clou ist, dass sich der erzeugte Strudel zum Durchspülen ebenso eignet wie zum Mischen. Es reicht somit völlig etwas Wasser und Spülmittel einzufüllen und der erzeugte Strudel erledigt den Rest. Falls es dennoch einmal hartnäckigen Schmutz geben sollte, lässt sich der Motor aber einfach abdrehen und der Shaker kann im Geschirrspüler gewaschen werden.

Fazit

Der ProMixx Vortex hält seine Versprechen und ist definitiv die moderne und elektronische Fassung des altbekannten Handshakers. Er ist gut verarbeitet, funktioniert tadellos und ist obendrein noch sehr gut designt. Die ungewohnte Beschriftung ist störend aber im Groben doch eher eine Gewohnheitssache, und auch wenn das Supplementlager etwas unpraktisch erscheinen kann, ist es trotzdem eine ungemeine hilfreiche Bereicherung für das Gerät.

Zum Kauf stehen die 1.0 Version und die 2.0 Version bereit. Der Unterschied zwischen beiden ist, dass die neuere Variante per Akku, anstatt per Batterie betrieben wird und dass die ältere noch kein Supplemtlager besitzt. Außerdem gibt es die 2.0 Version derzeit noch nicht auf Amazon, sondern nur auf der Herstellerseite. Hier kommt ihr zur günstigeren ersten Generation für etwa 23 Euro.

ProMixx Vortex 2.0 – Der Strudel für den Muskelaufbau
4.2 (83.33%) 6 Stimme[n]

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Ein Kommentar

  1. Christian sagt:

    Es ist tatsächlich keine schlechte Idee, richtig vermarktet kann das Produkt durchaus erfolgreich sein.Ich trinke meinen Shake mit Soja-Milch, das müsste auch gehen.

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