JOURIST BS16 Buchscanner Test: Digitalisiere deine Bücher

Wo man einzelne Dokumente zu Hause problemlos mit einem normalen Scanner digitalisieren kann, so wird dies bei größeren Mengen oder sogar Büchern schon deutlich aufwändiger und umständlicher, wodurch auch die Scanqualität nicht immer optimal ist. Wir haben für euch den BS16 Buchscanner von JOURIST getestet, der verspricht, Bücher und andere Unterlagen in Rekordgeschwindigkeit zu digitalisieren.

JOURIST Buchscanner scannt Buch

Mit bis zu 40 Seiten pro Minute scannt der BS16 Buchscanner in Rekordzeit und digitalisiert so Inhalte bis zu einem Format von A3. Beim Auspacken fällt sofort auf, dass das Gerät erstaunlich leicht und dadurch auch recht portabel ist. Die Verarbeitung wirkt jedoch trotzdem hochwertig, auch wenn man in dieser Preisklasse ein höherwertiges Material als Plastik erwarten könnte.

Erster Eindruck des JOURIST BS16 Buchscanners – sofortige Inbetriebnahme

Der Lieferumfang weiß jedoch zu überzeugen: Neben einem Netzteil und einem USB-Kabel zur Verbindung mit einem Computer liegen zusätzlich noch ein HDMI- und ein VGA-Kabel, eine Fernbedienung und ein Hand- und Fußschalter zum Starten des Scanvorgangs bei. Zudem wird natürlich auch eine schwarze Matte mitgeliefert, die während des Scannens als Unterlage dient.

Wer gleich loslegen will, kann den Buchscanner ganz ohne Zusatzgeräte in Betrieb nehmen. Hierzu ist eine SD-Karte erforderlich, die in den entsprechenden Steckplatz am Gerät eingeführt wird, um darauf die Daten speichern zu können. Die Benutzung verschiedener USB-Sticks war während unseres Tests leider nicht möglich. Zudem ist es ohne Zusatzgeräte nur möglich, Dokument und Bücher ganz normal zu scannen, ohne irgendwelche Korrekturmöglichkeiten. Praktisch ist jedoch, dass der Scanvorgang ganz einfach per mitgeliefertem Fuß- oder Handschalter ausgelöst werden kann.

JOURIST Buchscanner mit Fu%C3%9F und Fingerpedal 678x1024

Praxistest: Vielseitige Funktionen, die jedoch einen Computer voraussetzen

Wer die umfangreichen Korrekturmöglichkeiten nutzen will, der verbindet per USB einen Computer mit dem Buchscanner. Hier muss erwähnt werden, dass die entsprechende Software jedoch nur für Windows verfügbar ist – das ist für mich als Mac-User besonders ärgerlich, auch wenn ich über Parallels die Möglichkeit habe, Windows auf meinem Mac zu nutzen.

In der Software kann eingestellt werden, ob der Scan in Farbe, Schwarz-Weiß oder in Graustufen verarbeitet werden soll. Zusätzlich gibt es einen extra Modus, um Dokumente mit Stempel zu scannen. Fünf verschiedene Betriebsarten stehen zur Auswahl: Es können flache Einzelseiten gescannt werden, genauso wie Doppelseiten aus einem Buch oder Ähnlichem. Des Weiteren bietet der Scanner die Möglichkeit, zwei Seiten eines Scans auf einer Seite zu kombinieren, was sich ideal eignet, um beispielsweise die Vorder- und Rückseite einer Kreditkarte auf eine Seite zu scannen. Wer nur einen bestimmten Bereich des Dokuments auswählen will, tut dies über die manuelle Auswahl, außerdem kann die eingescannte Seite auch einfach ohne Bearbeitung abgespeichert werden.

JOURIST Buchscanner von vorne

Sind die Inhalte erst einmal gescannt, so bietet das Programm verschiedene Möglichkeiten zur Weiterverarbeitung. Die Inhalte können ohne Bearbeitung abgespeichert, jedoch auch in ein PDF oder eine durchsuchbare Word-, Excel-, PDF- oder TXT-Datei umgewandelt werden. Zudem ist es möglich, gescannte Doppelseiten so weiterzuverarbeiten, dass sie im exportierten Dokument als Einzelseiten gespeichert sind.

Die Weiterverarbeitung funktionierte in unserem Test reibungslos auch wenn bei den Scans der Doppelseiten auffällt, dass die Korrektur der Wölbungen nicht 100%ig optimal funktioniert. In den unteren Ecken, nahe der Seitenzahlen, waren die Linien oft etwas verzerrt, teilweise war auch der gesamte Inhalt etwas schief. Zudem war bei Scans von Büchern mit glänzendem Papier immer eine Reflektion der Beleuchtung des Scanners zu sehen. Deren Effekte reichte von leicht störenden helleren Stellen bis hin zu fast unlesbaren Passagen. Mit normalem Papier ist das Ergebnis jedoch sehr gut, auch in dunkler Umgebung ist das Licht hell genug, um für brauchbare Ergebnisse zu sorgen – im Großen und Ganzen bietet der Buchscanner eine gute Leistung, jedoch muss man je nach Art der Scans mit Abstrichen leben. Vor allem das Erstellen durchsuchbarer Dokumente funktionierte jedoch erstaunlich gut.

JOURIST Buchscanner Standfu%C3%9F mit Bedienelementen

JOURIST Buchscanner Anschl%C3%BCsse

Probleme beim Scannen: Die Software ist verbesserungswürdig

Der Scanvorgang an sich führt bei mir jedoch immer wieder zu Problemen, vor allem in Kombination mit dem Fuß- oder Handschalter wenn der Scanner gleichzeitig an einen Computer angeschlossen war. Diese lösten nicht wie gewollt den Scanvorgang aus, sondern führten reproduzierbar dazu, dass das Programm nicht mehr reagierte. Eventuell ein ungutes Zusammenspiel der auf dem Mac laufenden Windows-Software mit der Hardware des Scanners. Auf einem alten Notebook mit Windows 7 ließ sich das Programm jedoch nicht einmal starten, so dass ich die Fehleranalyse nicht fortführen konnte.

Anzumerken bleibt auf jeden Fall, dass die Scanfunktion meiner Meinung nach nicht optimal umgesetzt wurde. Zum einen war das Auslösen der Scans per Schalter mit meinem Setup nicht möglich, zum anderen finde ich es sehr schade, dass immer ein Computer zur Verfügung stehen muss, um die Korrekturoptionen des Buchscanners in Anspruch nehmen zu können. Hier wäre es deutlich praktischer, wenn der Scanner diese Optionen auch im Alleinbetrieb bieten würde – das wäre eine deutliche Aufwertung.

Fu%C3%9F und Fingerpedal f%C3%BCr JOURIST Buchscanner

Was taugt die Funktion als Visualizer?

Abgesehen von der Funktion als Buchscanner lässt sich das Gerät auch an einen Monitor oder Beamer anschließen, um als Visualizer genutzt zu werden. In diesem Modus kann sogar eine Maus zur Bedienung angeschlossen werden, die meiner Meinung nach praktischere Bedienweise liefert aber die im Lieferumfang bereits enthaltene Fernbedienung. Diese steuert alle wichtigen Funktionen und ermöglicht es sogar, den Bildschirm zu teilen, um ein gespeichertes Bild und das aktuelle Bild des Scanners zu übertragen. Zusätzlich sind Standardfunktionen wie die Aufnahmen von Fotos und Videos, Vergrößern und Verkleinern des Bildausschnitts, Standbild und Drehen des Bildschirminhalts verfügbar.

Auch wenn die Qualität der übertragenen Bild gut ist, eignet sich die Funktion als Visualizer aus meiner Sicht nur zum Zeigen von Inhalten aus Büchern oder anderen flachen Medien. Ein fehlender Autofokus, sowie der starre Scannerkopf schränken die Flexibilität stark ein, weswegen ich als Visualizer eher die ebenfalls von uns getestete Dokumentenkamera DC80 von JOURIST empfehlen würde.

JOURIST Buchscanner von der Seite

Überblick und Fazit zum Buchscanner

Bevor ich mein endgültiges Fazit verkünde, hier zum Überblick noch einmal eine Auflistung der wichtigsten Funktionen des Buchscanners:

  • Buchscanner und Visualizer in Einem
  • scannt bis zu 40 Seiten/Minute
  • Format bis A3
  • zahlreiche Schnittstellen
  • Software nur für Windows verfügbar
  • Hand- und Fußschalter für einfacheres Scannen

Insgesamt werde ich den Gedanken nicht los, dass man mit relativ kleinem Aufwand deutlich mehr aus dem Gerät hätte machen können, denn die Hardware an sich macht einen sehr guten Eindruck. Einzig und allein die Software funktionierte in meinem Test nur mäßig und hatte mit Aussetzern zu kämpfen, ganz zu schweigen von der fehlenden Mac-Kompatibilität. Zudem könnte der Buchscanner deutlich aufgewertet werden, wenn die Zusatzfunktionen auch ohne Verbindung zu einem Computer verfügbar wären.

Somit eignet sich das Gerät sicher nicht für Jedermann, jedoch richtet sich der Buchscanner auch eher an professionelle Anwender, was auch bei einem Blick auf den Preis schnell klar wird. Wer bereit ist, das nötige Geld zu investieren, erhält ein Gerät, das hardwareseitig gut ausgestattet ist, softewaremäßig jedoch noch Luft nach oben lässt. Für 299 Euro kann der Buchscanner bestellt werden.


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