Infinite One Test: Langlebiger Laufschuh dank anpassbarer Sohle

Neben Saugrobotern, cleveren Gadgets für den Haushalt und vielen anderen praktischen Dingen, testen wir heute mal wieder ein Produkt für den Fitness- und Sportbereich. Der Infinite One Laufschuh ist der erste seiner Art und möchte mit einer variablen Sohle und einer besonders hohen Langlebigkeit punkten. Alles Wichtige zum Laufschuh aus dem Hause Infinite Running, erfahrt ihr in den kommenden Abschnitten.

Rote Infinite Running Schuhe stehen im Freien

Die einzelnen Punkte der Sohle können bei Bedarf auch kombiniert werden

Das deutsche Unternehmen Infinite Running stammt aus Biberach und wurde von Nico Russ gegründet. Der Unternehmer ist seit Jahren begeisterter Läufer und wie viele seiner Gründerkollegen an Problemlösungen interessiert. Da man viele hunderte Kilometer mit seinen Lieblingslaufschuhen zurücklegt, ist es umso ärgerlicher wenn die Sohle sich bereits abgenutzt hat, der restliche Schuh aber noch völlig intakt ist. Für einen ökologischeren Fußabdruck und langlebigere Sportschuhe, möchte Nico mit dem Infinite One sorgen, wir haben das rote Modell getestet.

Infinite One: Ein Sport- und Laufschuh der sich für verschiedene Untergründe anpassen lässt

Im ersten Moment ist der Infinite One in seiner Verpackung relativ unscheinbar. Der Laufschuh wird euch in einem herkömmlichen Schuhkarton geliefert. Wir haben den Infinite One Red getestet. Neben der knalligen roten Farbe gibt es noch den dezenteren Infinite One Blue und Infinite One Black. Im Lieferumfang gibt es neben dem Schuh nur noch einen kleinen Beipackzettel und das „Montagewerkzeug“ im Lieferumfang. Auf Letzteres gehen wir später genauer ein. Optional sind noch die entsprechenden Kits für die Anpassung der Sohle erhältlich.

Schuhverpackung von Infinite steht auf Teppich

Bunte Karte liegt auf Tisch

Der Ersteindruck des Laufschuhs ist durchaus positiv, die Verarbeitung ist ordentlich und die verwendeten Materialien sind hochwertig und flexibel. Der Schuh lässt sich mittelmäßig leicht biegen, was einen guten Kompromiss aus Steifigkeit und Komfort darstellt. Seitlich ist ein kleines Logo des Herstellers abgebildet und rückseitig befindet sich die obligatorische Schlaufe als Anziehhilfe. Die Schnürsenkel waren bereits eingefädelt und sind bei Bedarf austauschbar. Alle Ränder über der Sohle sind gummiert und somit besser gegen äußere Einflüsse wie Wasser geschützt. Die Oberseite besteht vollständig aus elastischem Stoff.

Dieser dehnbare Stoff sorgt für einen wirklich angenehmen Tragekomfort. Als jemand mit relativ breitem Fußbett, kann ich dem Infinite One dennoch ein angenehmes Lauf- und Trageerlebnis attestieren. Während des Joggens hielten die Laufschuhe fest, hierzu aber gleich noch ein paar mehr Eindrücke. Alles in allem ist die Verarbeitung ordentlich, die Optik hingegen ist bei Schuhen ohnehin Geschmacksache. Ich persönlich zähle die Infinite One eher zu den schöneren Laufschuhen am Markt, aber hier muss jeder selbst für sich entscheiden.

Roter Schuh mit wei%C3%9Fen Schnuersenkeln steht vor einer Pflanze

Die verwendeten Materialien sind flexibel und bieten dadurch Komfort

Der primäre Sinn der Infinite One soll die Optimierung des Komforts beim Laufen auf verschiedenen Untergründen sowie die Steigerung der Langlebigkeit des Laufschuhs darstellen. Erreichen möchte der Infinite One diese beiden Punkte mit seiner variablen Sohle, denn pro Schuh sind insgesamt zehn gummierte Punkte, welche schnell und einfach ausgetauscht werden können, angebracht. Doch wie trägt sich der Schuh und merkt man tatsächlich einen Unterschied?

Die eigentliche Besonderheit im Detail: Spielerei oder wirklicher Nutzen?

Die einzelnen Punkte bestehen aus einem härteren Kunstoff und sind mit einer entsprechenden Gummierung überzogen. Die Farbe der Punkte ist dem jeweils dafür vorgesehenen Untergrund zugeordnet. Die schwarzen Punkte sind beispielsweise die klassischen Allrounder und für nahezu jeden Untergrund brauchbar. Das blaue Kit hingegen ist vor allem für das Laufen auf Straßen und glatten sowie harten Oberflächen geeignet. Im direkten Vergleich der beiden Varianten konnten wir tatsächlich einen kleinen  Unterschied beim Tragen und Laufen mit den Infinite One feststellen. Professionelle Läufer sind hier sicher nochmal sensibler.

Blaue flexible Adapter liegen auf einem Tisch

Harter Kern mit weicher Schale: Die austauschbaren Punkte der variablen Sohle

Für alle, die gerne mal abseits der Wege laufen, eignet sich das rote Kit „Off the Ways“. Es ist speziell auf Untergründe wie beispielsweise eine Wiese angepasst. Wer hingegen lieber durch steinige Felswege wandert, ist mit dem grünen „Hike and Walk“ Kit besser bedient. Somit bietet Infinite Running je nach Einsatzzweck die passenden Module an. Standardmäßig ist das schwarze „Active on the Go“ Kit dabei.

Adaptive Schuhsole mit Montierwerkzeug

Auch wenn sich die Anpassung der Schuhe je nach Untergrund durchaus lohnen kann, sehen wir dieses ständige Tauschen in der Praxis nicht als realistisch an. Der komplette Tausch aller 20 Punkte nimmt nämlich durchaus etwas Zeit in Anspruch und zudem sollte beachtet werden, dass die Schuhsohlen natürlich nicht immer perfekt sauber sind. Wer sich im Profisport-Bereich jedoch optimal auf seinen Lauf einstellen will, der nimmt die Zeit für die Montage anderer Module sicherlich gerne in Kauf.

Das beiliegende Werkzeug zum Austausch der Sohle funktioniert gut und simpel. Es muss lediglich auf den jeweiligen Punkt gedrückt und anschließend gedreht werden. Zum Einsetzen eines neuen Moduls kehrt man diese Reihenfolge einfach um, fertig. Da es sich insgesamt um 20 einzelne Punkte handelt, können hier gerne mal 10 Minuten pro Tausch verstreichen. Daher empfehlen wir die Schuhe auf den Untergrund einzurichten, der in den meisten Fällen gelaufen wird.

Frau montiert Adapter an einer Schuhsohle

Zum Entfernen muss das Werkzeug hinein gedrückt und anschließend gedreht werden

Frau montiert Apapter an einer Infinite Running Schuhsohle

Ich bin mit den Schuhen einige Kilometer im Alltag auf asphaltierten, aber auch unbefestigten Straßen gelaufen, der Tragekomfort war dabei wirklich angenehm und auch Autofahren war kein Problem. Ebenso das Joggen von mehreren Kilometern auf Asphalt und steinigen Feldwegen war in Ordnung. Auf beiden Untergründen machte der Infinite One eine gute Figur und überzeugte mit Komfort und dennoch festem Halt.

Flexibler Turnschuhe mit weicher Sohle wird gebogen

Die Sohle schafft den Spagat zwischen Härte und Komfort

Neben dem unterschiedlichen Laufverhalten sollen die austauschbaren Punkte ja vor allem für eine höhere Langlebigkeit sorgen. Ist die Sohle einmal abgelaufen, müsst ihr lediglich die Punkte mit einem neuen Kit ersetzen und weiter geht es. Das ist unserer Meinung nach letztendlich der große Vorteil der anpassbaren Laufschuhe. Ihr behaltet eure bequemen und eingelaufenen Schuhe, schont zudem die Umwelt und seid weiterhin mit euren Sportschuhen unterwegs.

Ein nachhaltiges Konzept mit nahezu keinen Einschränkungen

Generell hat uns die Idee von Infinite Running überzeugt. Die Schuhe sind bequem, machen einen soliden Eindruck und eignen sich hervorragend zum Laufen. Das Auswechseln der Sohle sehen wir zwar nicht als alltäglich an, aber dennoch als praktisch, um die Langlebigkeit seiner Schuhe zu erhöhen – das Alleinstellungsmerkmal hinter der Marke Infinite Running. Zusammen mit der umweltfreundlichen und klimaneutralen Herstellung, sowie dem Fakt, dass die Infinite One vegan sind, ist das gesamte Konzept ökologisch nachhaltig gedacht worden.

Fue%C3%9Fe mit roten Schuhen rennen

Bei der Bestellung stehen aktuell die Farben Rot, Blau und Schwarz zur Auswahl. Für 194,99 Euro erhaltet ihr die Infinite One Laufschuhe auf der Herstellerseite. Bei den Größen wird alles von 38 bis 48 angeboten, allerdings empfehlen wir hier eher eine Nummer kleiner als sonst zu wählen. Die oben angesprochenen Kits mit je 20 auswechselbaren Modulen erhaltet ihr für 39,99 Euro pro Set. Bei Bedarf gibt es noch passende Einlegesohlen für 5,99 Euro im Infinite Running Shop. Wir hatten die Schuhe etwa zwei Wochen im Dauertest; ein Langzeittest wird hier nachgeliefert, sobald wir die Schuhe einige weitere Monate am Fuß hatten.

Man laeuft mit roten Joggingschuhen

Der erhöhte Grip ist gerade bei losen Untergründen von Vorteil

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