Mobley und CarFi – WLAN aus dem Zigarettenanzünder

Vor Kurzem stellte der amerikanische Mobilfunkriese AT&T sein neuestes Gadget vor. Dieses trägt den Namen „Mobley“ und soll mit fast jedem Automodell kompatibel sein. Per Plug-In-Anschluss wird das Gerät an die Stromversorgung des Autos angeschlossen und dient dann als mobiler WLAN-Hotspot. Ausgestattet ist dieser Auto-WLAN-Stick mit einem leistungsstarken Qualcomm MDM9215 Prozessor, der bis zu fünf Benutzer im mobilen Netzwerk verarbeiten kann. Damit lassen sich auch ältere Automodelle mit einer eigenen Internetverbindung versehen, was bei vielen Herstellern bereits zum Standard geworden ist.

mobley car wifi 946x432 1024x683

ZTE Mobley (Bild: att.com)

Auch hierzulande lassen sich ältere Modelle mit WLAN-Modulen aufwerten. Der chinesische Mobilfunkhersteller Huawei stellte ebenfalls einen eigenen Stick fürs Auto vor, der den Namen „HiLink CarFi“ trägt. Ausgestattet mit einer SIM-Karte und mit Energie aus dem Zigarettenanzünder kann ähnlich wie bei Mobley ein mobiler Hotspot eingerichtet werden. Wer also auch bei älteren Modellen nicht auf Internet nicht verzichten will, kann auch Gebrauchtwagen mit einem eigenen WLAN-Netz ausstatten, egal ob diese schon 100.000 km auf dem Buckel haben und 2000 Euro oder noch weniger kosten. Der große Vorteil des HiLink CarFi liegt in seinem integrierten Akku. Dadurch, dass es kurzzeitig ohne die Stromversorgung des Autos auskommt, kann man das Gerät einfach mitnehmen.

Online wird Standard

WLAN im eigenen Auto ist längst zu einem Trend geworden. Immer mehr Autohersteller verbinden ihre neuen Modelle standardmäßig mit dem mobilen Internet. Jüngstes Beispiel ist Opel, das die nächste Generation des Astra-Modells mit dem Telematikdienst „OnStar“ ausstatten möchte. Herzstück der OnStar-Technik ist ein leistungsstarkes 4G-Modul, das als mobiler Internet Hotspot fungiert. Auf Knopfdruck können sich Nutzer mit dem Kundenservice verbinden lassen, auf Navigationsdienste zugreifen oder mit Smartphone und Tablet online gehen. Zusätzlich werden laufend Daten zum Zustand des Fahrzeugs an den Hersteller geschickt und gegebenenfalls benötigte Reparaturen in Auftrag gegeben.

Sorgenkind Datenschutz

Diese Entwicklung führt vor allem bei Datenschützern zur Besorgnis. Viele der neuen Automodelle trumpfen zwar mit vielen Funktionen und hohem Komfort für den Endverbraucher auf, allerdings geht das häufig mit massiven Mängeln im Datenschutz einher, denn schließlich war Datenschutz im Auto jahrzehntelang kein Thema. Autos waren in sich geschlossene Systeme, die nicht nach außen kommunizieren konnten. Gespeicherte Informationen landeten höchstens auf internen Speichern und wurden zur Fehleranalyse von der Werkstatt ausgelesen. Die modernen Systeme und Möglichkeiten machen nun ein Umdenken in diesem Bereich erforderlich.

In diesem Zusammenhang bieten WLAN-Sticks fürs Auto eine sicherere Alternative. Sie sind nicht mit wichtigen Funktionen des Autos verbunden und versenden darüber hinaus auch keine sensiblen Daten des Fahrers. Stattdessen verbinden sie sich nur auf Wunsch mit mobilen Geräten und können somit auch nur bei eigener Unachtsamkeit persönliche Daten preisgeben.

Was dir auch gefallen könnte...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.