Mellow Board Test: Leistungsstarkes E-Longboard mit 40kmh

Wenn wir über Longboards berichten, dann meist über elektronische Modelle, denn dort steckt Zukunft drin. Mit dem Mellow Board stellt das gleichnamige Startup erstmals seinen Mellow Drive vor – die Crowdfunding-Plattform Kickstarter wurde als Bühne genutzt. Mellow Drive ist ein Aufsatz für jedes Skateboard und Longboard, um dasselbe mit einem Elektroantrieb auszustatten. So ist nun jeder in der Lage mit seinem gewohnten Deck elektronisch zu fahren. Wir haben das Mellow Longboard für euch getestet und freuen uns euch von ihm zu berichten.

mellowboard

Mellow Boards, das Hamburger Startup, möchte mit seinem Produkt jedem Skate- und Longboarder einen elektronischen Antrieb ermöglichen, ohne sein Lieblingsbrett tauschen zu müssen. So ist die eigentliche Besonderheit der Elektroantrieb, der Mellow Drive genannt wird. Hier drin steckt jede Menge Technik und deutsche Ingenieurskunst auf höchstem Niveau. Der Motor selbst steckt in beiden Rollen des Drive. Insgesamt wird man auf dem E-Board also durch zwei 1.000 Watt Motoren auf maximal 40 Kilometer pro Stunde beschleunigt. Ein beachtliches Tempo! Zur Sicherheit sind auch gleich zwei Bremseinheiten mit an Bord und bringen einen sicher zum Stehen – doch dazu später mehr.

Wir haben Mellow Drive an einem Longboard getestet. Mellow Boards verkauft auch Komplettsets, mit bereits montiertem Elektroantrieb. Im Test hatten wir den Mellow Surfer. Das Longboard macht einen guten ersten Eindruck und auch das Design ist ansprechend. Uns gefällt die hellblaue Unternehmensfarbe, die man immer wieder an seinem Mellow Board findet. Die Rollen stechen besonders hervor und sind auch beim Fahren ein echter Blickfang für andere.

Erstkontakt mit einem Mellow Board

Zugegeben, der Mellow Surfer war das erste E-Longboard, das wir jemals unter unseren Füßen hatten. Umso vorsichtiger, aber auch neugieriger sind wir an die Sache herangegangen. Der erste Eindruck ist ziemlich gut, alles ist gut verarbeitet, das Deck macht einen robusten Eindruck und auch die bereits montierte Mellow Drive Einheit sitzt bombenfest an Ort und Stelle. Beim ersten Anheben des Mellow Surfer fällt direkt das hohe Gewicht von 6,5 Kilogramm auf – zumindest im Vergleich zu herkömmlichen Longboards ohne Elektroantrieb. Alles in allem wirkt jedoch alles stimmig und wir konnten es kaum erwarten das Mellow Board auf dem Asphalt zu testen.

Mellow Fernbedienung mit Bluetooth

mellow drive im test

Zunächst galt es den Mellow Drive mit der Fernbedienung zu koppeln, dieser und andere Vorgänge werden ausführlich und gut erklärt auf der Mellow Boards Website angeleitet. In Form von Videos werden auch andere auftauchenden Fragen zum Mellow Board geklärt. Unserer Meinung nach eine tolle Sache, da wir im Zeitalter von YouTube, und Co. ein Fan von Videoanleitungen geworden sind. Die Fernbedienung ist am Ende schnell gekoppelt, nachdem zunächst der Akku in den Mellow Drive eingelegt und mit einem Druck auf den Akku-Knopf aktiviert wurde. Die Fernbedienung wurde ebenfalls mit einem Button ausgestattet, mit der sie ein- und ausgeschaltete werden kann und zum Wechseln verschiedener Fahrmodi.

Vier verschiedene Fahrmodi

Fahren mit dem Mellow Surfer – Surfen trifft es gut!

Wir wagen uns also das erste Mal auf ein Elektrolongboard. Im Falle vom Mellow Surfer sogar ein Modell mit zwei 1.000 Watt Motoren und einer Spitzengeschwindigkeit von 40 km/h. Zur Sicherheit werfen wir nochmal einen Blick auf die Fernbedienung, denn diese bietet vier verschiedene Fahrmodi. Während Rookie für blutige Anfänger ist, die noch nie auf einem E-Longboard gestanden sind, sorgen die Stufen Eco und Pro für den richtigen Fahrspaß. Ein vierter Modus nennt sich „Endless“ und erlaubt das Fahren wie mit einem gewöhnlichen Longboard, nur, dass das Fahrzeug nach dem jeweiligen Pushen mit dem Fuß nicht an Geschwindigkeit verliert, sondern – wie der Name schon sagt – endlos weiterfährt. Tolle Sache! Wir haben euch im Folgenden nochmal die Fahrmodi und ihre Unterschiede aufgelistet.

  • Rookie: max. 10 km/h und langsame Beschleunigung
  • Eco: max. 25 km/h und schnellere Beschleunigung
  • Pro: max. 40 km/h und Beschleunigung für Profis
  • Endless: Mellow Surfer hält nach dem Pushen die Geschwindigkeit

Mellow Rollen

Zu allererst testen wir den Rookie Modus. Hier stellt sich jedoch ziemlich schnell Ernüchterung ein, denn die Beschleunigung wird jedem geübteren Longboard-Fahrer ein leicht abfälliges Lächeln ins Gesicht zaubern. Dieses ist nach einem Wechsel in den nächsten Modus „Eco“ jedoch schnell vergangen und man merkt direkt, dass man es hier mit einem ernstzunehmenden E-Board zu tun hat. Die Beschleunigung ist schon hier enorm und reicht für unseren Nutzen des Mellow Boards zwar schon aus, allerdings ist auch dieser Modus nach einer Weile schnell vergessen, wenn man sich nach ein bis zwei Stunden Fahren an den „Pro“ Modus gewöhnt hat.

Interessant ist, dass man mit einem E-Longboard mit der Zeit eine leicht angepasst Stellung einnimmt. Die Füße bleiben schräg auf dem Board und man spielt viel mit vor- und zurückneigen des Oberkörpers. Gerade die Beschleunigung im stärksten Modus ist nicht zu unterschätzen und drängt den Oberkörper dazu sich nach vorn zu neigen. Gleiches gilt beim Bremsen, denn auch hier sorgt der Oberkörper mit leichtem Zurücklehnen für sicheren Halt. Besonders eindrucksvoll haben wir das Erklimmen eines „Berges“ empfunden, denn das Mellow Board kommt mit starken Steigungen ziemlich gut zurecht – zumindest im Pro Modus.

Angenehmes Fahrgefühl mit dem Mellow Board

Mellow Surfer als leistungsstarkes E-Longboard im Test

Mellow Drive passt an jedes Longboard

Praktische Fernbedienung, die schnell erlernt ist

Die Bedienung mit der Fernsteuerung geht nach etwa 10-20 Minuten Eingewöhnungszeit locker von der Hand. Auch beim Bremsen fühlt man sich schnell sicher. Beschleunigt und Entschleunigt wird mit einem Schieben der Fernbedienung; diese besteht nämlich aus zwei Teilen, die man entgegengesetzt ausrichten und somit die Beschleunigung und den Bremsvorgang dosieren kann. Wir finden diese Art der Steuerung gut umgesetzt und haben uns wirklich schnell daran gewöhnt. Ein Knopf auf der Fernbedienung erlaubt das Wechseln zwischen den unterschiedlichen Fahrmodi auch während der Fahrt. So kann man schnell in den Modus „Pro“ umsteigen, wenn man vor sich einen recht steilen Berg sieht.

Die Fernbedienung zeigt mit unterschiedlichen Farben von grün, über gelb zu rot den Akkustand des Mellow Drive an. Sollte dieser mal leer sein, kann er einfach und schnell mit einem Wechselakku ausgetauscht werden. Das geschieht innerhalb weniger Sekunden!

Ersatzakkus für höhere Reichweite

Der Akku ist schnell ausgetauscht

Mellow kommuniziert mit LED Ring

Der Hersteller spricht von einer Reichweite von rund 15 Kilometern pro vollgeladenem Akku. Wir selbst konnten maximal 10 Kilometer bestätigen, doch sind in der Regel auch viele Steigungen gefahren und fast immer im Pro Modus. Praktischerweise hatten wir jedoch immer einen Ersatzakku mit dabei, mit welchem wir die Reichweite verdoppeln konnten. Aufgeladen sind die Akkus innerhalb von 3,5 Stunden; das konnten wir im Test bestätigen. Das hellblaue Hochleistungsnetzteil verrichtet sehr gute Dienste. Übrigens: Ein USB-Ausgang direkt am Akku erlaubt das Aufladen des Smartphones oder der Fernbedienung.

Der Motor des MellowDrive steckt in den Rollen

gummi abdeckungen

ladekabel des mellowdrive

mellow drive aufladen

Fazit zum E-Longboard von Mellow Boards

Wir sind vom Mellow Surfer begeistert. Die Leistung ist enorm, die Umsetzung des E-Antriebs gut gelungen und auch das Design ist schick. Alles in allem ein ziemlich gutes E-Longboard, das sogar mit seiner geringen Betriebslautstärke überzeugen kann. Ein leichtes Elektro-Surren ist beim Beschleunigen jedoch zu hören; unserer Meinung nach aber ein angenehmes Geräusch, das man in der Zukunft der Elektro-Antriebe wohl noch öfter zu hören bekommt.

Der Preis versetzt manchen Interessenten wohl zunächst in Schnappatmung, denn mit 2.089,90 Euro ist der Mellow Sufer kein Schnäppchen mehr. Den Mellow Drive, also nur den E-Antrieb, erhält man für 1.799,00 Euro und ganz neu im Sortiment ist der Mellow Drive S, der 999,00 Euro kostet, jedoch auch nur bis max. 25 km/h beschleunigen kann – unserer Meinung nach jedoch auch ausreichend. Klar, die Preise haben es in sich, doch wenn man bedenkt, dass Mellow Boards mit seinen Produkten Pionierarbeit geleistet hat und man wirklich gute Qualität mit tollem Service erhält, dann erscheint der Preis gerechtfertigt. E-Longboards sind im Allgemeinen nicht günstig. Uns gefällt jedoch der Weg, den Mellow Boards mit dem günstigeren Drive S einschlägt.


Mellow Board kaufen


Ein Anliegen in eigener Sache: Bitte schützt euch beim Fahren mit Longboards und besonders beim Fahren mit Elektro-Longboards – ein Helm ist wichtig und bei Geschwindigkeiten an die 40 km/h unbedingt notwendig! Die Leistung ist nicht zu vernachlässigen und beachtet, dass einem die Technik auch mal einen Strich durch die Rechnung machen kann. Auch wir hatten während unserem Test temporär ein leichtes Verbindungsproblem zwischen Fernbedienung und Mellow Drive. Ein kurzer Ruckler beim Beschleunigen oder Bremsen kann gefährlich sein. Achtet auch auf den Akkustand der Fernbedienung. Kontrolliert werden kann der jeweilige Akkustand ganz einfach mit der Mellow App.


Mellow App für iOS

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Entwickler:
Preis: Kostenlos

Mellow App für Android

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Entwickler: Mellow Inc
Preis: Kostenlos

Mellow Drive Fernbedienung

Blaue Rollen passen optisch zum Mellow Drive

Mellow Board Test: Leistungsstarkes E-Longboard mit 40kmh
4.5 (90.77%) 13 Stimme[n]

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