Linky: Faltbares Elektro Longboard mit 160 Kilo Traglast

Wir haben schon von so manchem kuriosem Gefährt berichtet: Longboards die über Treppen surfen, Rucksäcke mit integriertem Elektro-Skateboard, E-Bikes mit ungewöhnlichem Rad-Antrieb und mittlerweile fast „normale“ E-Longboards oder der neuste Trend der „Hoverboards“ aka. „Segways“. Daher ist das Kickstarter-Projekt, das wir euch mit diesem Beitrag vorstellen wollen noch nicht mal das Ungewöhnlichste oder Kurioseste, sondern eher eine logische Schlussfolgerung vom Trendsport-Produkt zum alltäglichen Transportgefährt.

linky faltbares longboard

Der ein oder andere nutzt Sie schon: E-Boards für den täglichen Weg zur Arbeit, Schule oder Uni. Manchmal vielleicht „nur“ die letzten paar (Kilo-)Meter, die nicht von den öffentlichen Verkehrsmitteln direkt angesteuert werden können. Der Vorteil zum Fahrrad liegt auf der Hand:Einmal am Ziel angekommen ist ein Board deutlich platzsparender als ein Fahrrad und in der Bahn kostet das Mitnehmen auch nichts extra. Und seien wir mal ehrlich – ein bisschen cool ist es schon, wenn man ganz mühelos mit seinem E-Board durch die Stadt gleitet, anstatt sich mühsam einen abzustrampeln und sich die Hose an der Kette zu versauen.

Faltbares Elektro Longboard passt in den Rucksack

Linky hebt das ganze nun auf ein anderes Level, denn das E-Longboard ist nicht nur recht leistungsfähig mit einer maximalen Geschwindigkeit von 30 km/h und 15 Kilometer Reichweite in einem kompakten 4,9kg schwerem Paket, sondern das Ganze ist ist auch noch faltbar, sodass man Linky sogar im Rucksack verstauen kann, wenn man mal nicht darauf fährt. Akku leer? Auch kein Problem das aus Italien stammende Team hat Erfahrung aus der Elektro-Automobil-Industrie mitgebracht und nur beste Komponenten verbaut, die es erlauben Linky in nur 30 Minuten zu 85 Prozent zu laden.

Um eine hohe Sicherheit zu gewährleisten sind nicht nur gute Komponenten verbaut, sondern auch ein Batterie-Managment-System, kurz BMS, das gewährleistet, dass der verbaute Hochleistungs-Li-Ion-Akku immer sicher betrieben wird und nicht wie bei einigen Segways in Flammen auf geht. Dadurch darf Linky auch mit ins Flugzeug und steht euch auch auf Reisen zur Verfügung.

linky elektro longboard

Linky ausgefaltet Frontansicht (Bild: Hersteller)

Was ich persönlich auch ganz interessant finde: Linky ist mit bis zu 160 Kilogramm belastbar! Was zunächst nicht so besonders interessant klingt ist aber eine Besonderheit in der Szene. Viele Longboards, auch gerade mit Elektro-Antrieb werden mit Maximalgewichten von 90, 100 oder vielleicht auch 110kg angegeben und sind somit schnell an ihrern Grenzen, wenn man etwas mehr auf die Waage bringt – vor allem dann wenn man Gepäck dabei hat (nicht vergessen: Linky darf mit ins Flugzeug). Somit kann man vielleicht das Geld für das ein oder andere Taxi sparen, gerade im Urlaub, wo man gerne mal über den Tisch gezogen wird, wenn man sich nicht auskennt.

Das Board ist ausgeklappt 80 Zentimeter lang und 28 cm breit, kann aber auf  40 cm zusammengeklappt werden und das Ganze ohne höher oder breiter zu werden – dank dem ausgeklügelten Design. Die Achsen sind, wie üblich für Longboards, 180 mm breit und die Rollen 83 mm groß. Das Deck selbst ist aus Bambus, carbonfaserverstärktem Kunststoff und einem extrem stabilen Polymer-Plastik gefertigt. Natürlich ist Linky eine Handfernsteuerung beigelegt, die es erlaubt das Board zu beschleunigen oder abzubremsen. Selbstverständlich ist auch eine App erhältlich, die euer Smartphone mit Linky verbindet, euch weitere Einstellungen bietet und Daten über die gefahrene Strecke und beispielsweise den Akkustand liefert.

faltbares elektro longboard

linky

Mittlerweile scheint es zum guten Ton zu gehören, dass alles was einen Akku verbaut hat auch einen USB-Port verfügt um andere Geräte damit aufzuladen. Deshalb bietet wohl auch Linky genau dieses Feature an. So kann man neben der Fernsteuerung auch andere Gadgets on-the-go aufladen. Wie ich finde ein netter Bonus – gerade auf Reisen und durch die Kapazität des Akkus von 100 Wh kann man selbst Smartphones mit großem Akku mehrmals laden, sofern man denn noch Strom nach einem wilden Ritt mit dem E-Longboard zur Verfügung hat.

Dass man sich Gedanken hinter der Idee eines solchen Gefährts gemacht hat, zeigt, dass nicht nur das Board selbst in dem Kickstarter-Projekt verkauft wird, sondern auch drei verschiedene Rucksäcke/Taschen, die für verschiedene Zwecke geeignet sind, aber alle Linky beherbergen können. Vom minimalistischen Rucksack, der nur für das Board und noch ein wenig Schnick-Schnack daneben Platz bietet bis zur kleinen Reisetasche mit zusätzlichen Rucksackriemen und extra Linky-Bodenfach ist alles zu haben.

Aber kommen wir nun zum Schluss auch zum unangenehmen Teil, der hier erstaunlich angenehm ausfällt: dem Preis. Wenn man nur die Leistung des Boards nehmen würde ist der Preis von 799 Euro bis 1199 Euro, je nach Kickstarter-Belohnungs-Paket schon echt konkurrenzfähig, wenn man bedenkt, dass man auch gut und gerne das 2-3 Fache für ein E-Board hinlegen kann. Aber durch das durchdachte Konzept mit den verschiedenen Taschen und dem Faltmechanismus, ist das schon wirklich ein richtig fairer Deal! Jedoch ist hier nicht nur der reine Kickstarter Preis interessant, denn durch den weltweiten Versand aus Italien, haben wir endlich mal aus Deutschland die Chance innerhalb der EU etwas zu kaufen und somit keine teuren Einfuhrzölle und Steuern, wie sie typisch für die USA wären, zu zahlen.

Elektro Longboard Linky kaufen

Die Kampagne läuft noch bis zum 15. Juli und hat schon etwas über ein Drittel des 100.000 Euro Ziels erreicht. Da schon einige Blogs über Linky berichtet haben ist auch zu erwarten, dass das Projekt finanziert wird. Ich selbst finde das Projekt sehr interessant, nicht nur wegen dem Klappmechanismus, sondern das ganze Konzept scheint durchdacht zu sein und das Board stabil genug, dass auch Leute abseits der 90 Kilogramm mit Gepäck darauf fahren können. Hier kommt ihr zur Kampagnenseite von Linky.

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Ein Kommentar

  1. Michael sagt:

    Hallo,

    ich habe eine sehr deutsche Frage: wie sieht es mit der STVO Zulassung aus?

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