Eckige Longboard-Rollen: Sharkwheels Hands-on & Review

Wir haben vor einer Weile schon von der Crowdfunding-Kampagne der „Sharkwheels“ berichtet. Nun konnten wir uns von der neuartigen Rollenform für Skate-, Cruiser- und Longboards überzeugen, da Sharkwheel so freundlich war uns zwei Sätze Rollen in 70mm Durchmesser zum Cruisen und Sliden zur Verfügung zu stellen.

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Als das Paket mit dem Schriftzug „Sharkwheels“ und dem Siegel vom deutschen Zoll endlich in meinen Händen war, konnte ich es kaum abwarten den Inhalt zu sehen. Also aufgerissen und erst mal gestaunt. Die Wheels sehen auf den ersten Blick tatsächlich eher eckig als rund aus. Ich musste mich als erstes davon überzeugen, dass die Dinger tatsächlich rund sind und habe erst mal die Rollen über den Tisch geschubst. Rollt!

Erstkontakt mit den SharkWheels

Also Kugellager rein und ab ans Longboard. Erster Eindruck: Die Rollen fühlen sich anders an als „Normale“. Es hat eine Weile gebraucht bis ich beschreiben konnte was anders ist. Und zwar vor allem das Rollgeräusch und bei höheren Geschwindigkeiten vibriert es leicht. Jedoch ist das Fahrgefühl sehr angenehm und gerade bei schlechtem Asphalt und Dreck auf der Straße merkt man den Unterschied gegenüber normalen Rollen in der gleichen Härte. Man rollt weicher über Unebenheiten und Steine werden wesentlich einfacher überfahren beziehungsweise weggeschleudert. Wer selber Longboard fährt, weiß, dass man auch schon von kleineren Steinchen auf dem Boden gerne mal abrupt gebremst wird. In Kurven sind die Sharkwheels recht grippig, aber keine Grip-Über-Monster, sodass man auch mit den weicheren 78A Sidewinder Rollen sliden kann.

Wo sich Sharkwheels aber besonders hervor tun sollen ist aber bei Nässe, denn die „Rillen“ sorgen, ähnlich wie bei einem Autoreifen, für mehr Grip, indem das Wasser durch die Kanäle abgeführt wird. Das funktioniert auch recht gut, jedoch hat man im Verlgeich zu trockener Straße auch hier deutlich weniger Grip, aber im Vergleich zu Standard Rollen deutlich mehr und das „Weg-Rutschen“ ist spürbar, sodass man darauf eher reagieren kann.

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Dass die Wheels schneller sind aufgrund der geringeren Reibung durch die Kontaktflächen, konnte ich, zumindest gefühlt, nicht feststellen. Falls sie tatsächlich schneller sind, dann wird das wohl ein verschwindend geringer Wert sein.

Wie sliden Sie sich? Gar nicht mal so schlecht, möchte ich meinen. Vor allem die härteren „Mako“s, die speziell für Slides gedacht sind. Kontrollierte, vorhersehbare Slide Einleitung, im Slide „icey“. Über die Zeit wird sich zeigen wie haltbar die Gummimischung ist, aber der erste Eindruck ist, dass sie recht gut durchhalten. Die Frage ist aber dann natürlich wie sich die Rolle fährt, wenn sie durch Slides soweit runtergeschliffen ist, dass die sinusförmigen Vertiefungen weg sind und ob die Aussenkanten an den „Spitzen“ der Sinuskurve weg brechen und man sogenannte „Chunks“ bekommt. Sharkwheel wirbt damit, dass durch die spezielle Form der Räder, sich die Rollen immer weiter drehen auch während eines Slides und somit die Abnutzung verringert wird und sich keine Flatspots bilden. Ob das nun tatsächlich so funktioniert konnte ich nicht beobachten, aber Flatspots habe ich noch keine.

Wiedererkennungswert und echter Hingucker

Meiner Meinung nach ist es eine gelungene Rolle für Longboards. Natürlich wird sich erst über längere Zeit zeigen, ob die Sharkwheels das halten was sie versprechen. Obendrauf kommt die Optik, die natürlich für viele mit auch wichtig ist. Und dort muss man neidlos zugestehen: Sharkwheels sehen einfach krass aus! Leute, die die Teile zum ersten Mal sehen fragen einen warum man eckige Räder hat und sind begeistert wenn man ihnen zeigt, dass das Brett doch perfekt rollt. Ich wurde öfters wegen meiner „komischen“ Rollen angesprochen und der ein oder andere verwirrte Blick wurde mir zugeworfen.

Jedoch ist auch nicht alles perfekt an der Sache. Neben dem hohen Preis für Deutschland (in den deutschen Shops, in denen Sharkwheels überhaupt erhältlich sind 75-85€), gibt es bei höheren Geschwindigkeiten besagte Vibrationen, diese finde ich zwar nicht schlimm, aber wer weiß wie extrem das in den Händen eines besseren Fahrers bei 70-80 km/h wird.

Wenn man gerade auf der Suche nach neuen Rollen ist und sowieso vor hatte hochwertige Rollen für 60-70€ zu kaufen, für den ist es vielleicht ein Versuch wert etwas mehr Geld auszugeben und was Neues zu probieren. Da es Sharkwheels auch in 60mm gibt, wäre es auch was für den ein oder anderen Pennyboard-Fahrer oder Streetskater, der nach einer coolen, komfortablen Rolle sucht und hohe Geschwindigkeiten eher vernachlässigbar sind. Hier kommt ihr zur ehemaligen Indiegogo-Kampagne.


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