Microbot Push: Virtueller Touch drückt mechanische Knöpfe

Die ganze Welt spricht von Vernetzung. Besonders im eigenen Heim entwickelt sich die Thematik zum Trend. Mit dem Smartphone den morgendlichen Kaffee brühen lassen, die Lichter im Haus einschalten oder die Spülmaschine laufen lassen – das sind alltägliche Aufgaben, die durch Smart Home Technologie digitalisiert werden sollen. Doch so einfach ist es dann doch nicht, denn all diese neuen Smartphone-kompatiblen Geräte kosten eine Menge Geld und sind oft umständlich zu installieren.

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Möchte man das Licht im Haus durch einen Touch auf dem Smartphone-Bildschirm anschalten, braucht man im Idealfall eine intelligente Lampe, die zum Beispiel in Form des bereits etablierten Smartbulb-Hersteller Philips (Amazon-Link) Anwendung findet. Die Umrüstung auf ein vernetztes Heim ist oft mit hohen Kosten verbunden, denn eine gute Spülmaschine mit W-LAN und Bluetooth ist erst ab einem viertstelligen Betrag zu haben. Die Macher hinter Microbot Push haben sich genau diesem Problem gewidmet und setzen mit einem kleinen Bluetooth-Gadget an.

Wenn ein digitaler Touch deine Welt bewegt

Die Funktionalität des kleinen Helferleins ist schnell erläutert. Über Bluetooth wird das Gadget mit dem Smartphone verbunden. Der Nutzer kann nun einen virtuellen Knopf auf dem Handy-Bildschirm drücken und schon führt Microbot Push die Aktion aus, für die er entwickelt wurde. Denn das Gadget fährt nun einen mechanischen Kopf aus, mit welchem nun keine digitalen Welten mehr angesteuert werden – sondern Microbot Push bietet eine direkte Verbindung zur reellen Welt.

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Die Anwendungsfelder sind breit gefächert, obwohl Microbot Push stets die gleiche Aktion ausführt. So kann der Nutzer seiner Kreativität freien Lauf lassen und mit dem Heim-Gadget Lichter schalten, Kaffee kochen, den Projektor oder die Konsole starten.

Schnell zieren jedoch die ersten Fragezeichen das Gesicht des potenziellen Käufers – wenn ich Microbot an einen Lichtschalter anbringe, dann kann ich doch nur das Licht einschalten und nicht wieder ausschalten? In diesem Fall legt der Hersteller dem Anwender einfach einen zweiten Microbot Push ans Herz, welcher dann einfach auf der anderen Seite des Schalters angebracht wird und für das Ausschalten verantwortlich ist. Sicher ist aber auch, dass die kleinen Helfer nicht an jeder Stelle des Hauses angebracht werden können. Für den ein oder anderen Verwendungszweck aber sicherlich eine gerngesehene Unterstützung.

Anwendungsbeispiele? Kreativität ist gefragt!

Angesteuert wird Microbot Push entweder direkt mit dem Handy über Bluetooth, oder durch die sogenannte Prota Box. Hierbei handelt es sich um eine kleine Box, die eine stabile Verbindung zu allen Microbots im Haus aufnimmt und über Wifi mit dem Smartphone gekoppelt ist und Befehle entgegennimmt, die sie dann an den jeweiligen Button weiterleitet. Besteht mal keine drahtlose Verbindung oder der Akku des Smartphones ist leer, kann Microbot immer noch mit einem direkten Soft-Touch Button betätigt werden.

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Die Idee hinter Microbot Push hat uns direkt in seinen Bann gezogen. Sofort macht man sich Gedanken wie man das Gadget einsetzen könnte. Für wahre Gadget-Fans eine leichte Aufgabe. Auch der Hersteller selbst nennt einige Verwendungsbeispiele und zählt gleich noch die Kosten auf, die jede Lösung mit sich bringt. Mit Microbot kommt man in jedem Fall günstiger weg – die Frage, die bleibt, ist, ob denn die kostengünstige Variante auch die beste Lösung ist. So schlägt ein WiFi-Wasserkocher zwar mit 150 Euro zu Buche und ein Microbot nur mit schmalen 35 Euro, trotzdem bietet der WiFi-Kocher den Mehrwert, wenn man von Funktionalität zu sprechen beginnt – denn über den Microbot lässt sich beispielsweise keine Wassertemperatur regeln.

Nichtsdestotrotz gefällt uns der Microbot Push und wir freuen uns auf folgende Videos und Verwendungsbeispiele, die nach und nach im Internet erscheinen werden. Über die Kampagnen-Seite von Microbot auf Indiegogo.com könnt ihr euch noch ein Exemplar sichern, bevor das Unternehmen in die Massenproduktion startet. Die Auslieferung der Microbots beginnt nächstes Jahr.

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