Poolpflege ist eine dieser Aufgaben, die man immer wieder vor sich herschiebt – bis man irgendwann mit dem Kescher am Rand steht und sich fragt, warum das im Jahr 2026 noch so sein muss. Der Beatbot Sora 70 hat eine klare Antwort darauf: Er reinigt Boden, Wände, Wasserlinie und Wasseroberfläche vollautomatisch in einem einzigen Gerät. Kein Kabel, kein separater Skimmer, kein tägliches Abkeschern. Wir haben ihn in der Praxis auf die Probe gestellt – und kennen Beatbot bereits gut aus unserem AquaSense 2 Test und dem AquaSense 2 Ultra Test. Weitere Tests rund ums Thema Pool findet ihr in unserer Garten & Outdoor Kategorie.

Der Sora 70 im Beatbot-Lineup – und warum der Preis das Entscheidende ist
Wer unsere bisherigen Beatbot-Tests kennt, weiß: Die AquaSense-Reihe kann die Wasseroberfläche reinigen. Das ist also kein Novum. Was den Sora 70 interessant macht, ist etwas anderes: Er bringt diese Fähigkeit in eine deutlich zugänglichere Preisklasse. Rund 1.250 Euro statt über 1.500 Euro für das AquaSense 2 Ultra – das ist ein spürbarer Unterschied, besonders wenn man bedenkt, was man dafür bekommt.
Natürlich hat Beatbot dafür an einigen Stellen gekürzt: Die kabellose Ladestation fehlt, die Wasseraufbereitung des Ultra ist nicht an Bord, und das Bedienfeld ist schlichter. Für viele Poolbesitzer werden das aber keine Dealbreaker sein – sondern schlicht Features, die man nicht braucht.
Design & erster Eindruck



Schon beim Auspacken merkt man, dass hier kein No-Name-Gerät aus einer Fabrikhalle kommt. Das mattschwarze Gehäuse mit violetten Akzenten wirkt klar und technisch – eher wie ein Gadget als wie Poolzubehör. Die Verarbeitung ist solide, nichts wackelt, alles sitzt.
Mit rund 10 kg ist er spürbar schwerer als ein normaler Akku-Poolroboter. Das liegt an der Technik, die er mitbringt – und man gewöhnt sich daran. Wer vorher mit kabelgebundenen Schwergewichten zu tun hatte, wird hier keine Probleme haben.

Was sofort auffällt: Der 6-Liter-Schmutzkorb ist wirklich groß. Von oben, werkzeuglos, in Sekunden zugänglich. Reinholen, ausspülen, einsetzen – fertig. Das klingt nach einer Kleinigkeit, macht im Alltag aber einen echten Unterschied.
Einrichtung & App
Aufladen, App laden, koppeln – in rund zehn Minuten ist man fertig. Die Beatbot App unterstützt 2,4- und 5-GHz-WLAN sowie Bluetooth und erkennt den Roboter bei der ersten Verbindung automatisch. Ein kurzer In-App-Guide führt durch die ersten Schritte.
In der App lässt sich einiges konfigurieren: Poolform, Oberflächenmaterial, Reinigungsmodus und Zeitplanung. Der Pro-Modus deckt alle fünf Bereiche ab inklusive Wasseroberfläche, der Standard-Modus konzentriert sich auf Boden, Wände und Wasserlinie ohne den Oberflächenanteil.


Wichtig zu wissen: Sobald der Sora 70 abtaucht, ist keine Fernsteuerung mehr möglich. Wasser und Funk vertragen sich nicht – das gilt branchenweit, nicht nur bei Beatbot. In der Praxis stört das aber kaum, weil der Roboter autonom sehr gut navigiert.
Was er kann – und was er wirklich gut kann

Die Reinigungsleistung am Boden ist stark. Sand, Blätter, Pollen, Insektenreste – der Sora 70 zieht das mit 25.700 Litern Saugleistung pro Stunde zuverlässig ein. Der serienmäßige 150-µm-Filter hält dabei auch feinere Partikel zurück; wer noch mehr Feinheit braucht, kann auf den optionalen 3-µm-Ultrafeinstfilter wechseln – ideal bei starkem Pollenaufkommen oder trübem Wasser.
18 Sensoren, darunter zwei Ultraschall-Sensoren, sorgen für smarte Navigation. Hindernisse werden erkannt, die Route wird in Echtzeit angepasst. Die Raupenbänder links und rechts sorgen für guten Grip beim Wandklettern, unabhängig angetriebene Front- und Heckbürsten erlauben enge Kurvenfahrten und saubere Ecken.



Das JetPulse®-Oberflächenskimming funktioniert solide – Blätter, Pollen und Insekten werden aktiv angesaugt statt weggeschoben. Im dedizierten Oberflächenmodus kommt der Sora 70 auf bis zu 7 Stunden Laufzeit. Nach jedem Zyklus fährt er automatisch zum Poolrand und parkt dort. Smart Surface Parking nennt Beatbot das – und es funktioniert genau so, wie man es sich wünscht. Kein Tauchen nach dem Roboter, kein Suchen auf dem Boden.
Laden – mit einem Schmunzeln erklärt

Der Ladestecker wird in einen Slot am Gehäuse geschoben – ähnlich wie ein Nintendo-64-Modul in die Konsole. Wer das kennt, weiß sofort, wie das gemeint ist: einrasten, fertig, sitzt sicher. Die Buchse selbst verbirgt sich hinter einer selbst versiegelnden Klappe, kein Gummipropfen, kein Verschrauben.
Ladezeit beträgt rund 4,5 Stunden bis zur vollen Kapazität. Das ist in Ordnung. Eine mitgelieferte Ladestation wäre aber schön gewesen – der AquaSense 2 Ultra hatte das noch, beim Sora 70 hat Beatbot hier gespart. Für mich der einzige echte Kritikpunkt an der Hardware.
Ein Punkt, der noch Luft nach oben hat
Im Test hat der Oberflächenmodus gelegentlich nicht zuverlässig angesprungen. Das passierte nicht regelmäßig, aber oft genug, um aufzufallen. Mein Eindruck: Das ist kein Hardware-Problem, sondern eine Software-Sache – und Beatbot liefert Updates over the air. Ich erwarte, dass sich das in den nächsten Monaten erledigt.
Fazit: Für wen lohnt sich der Beatbot Sora 70?
| Pro | Kontra |
| 4-in-1: Boden, Wände, Wasserlinie & Oberfläche | Keine Ladestation im Lieferumfang |
| Fairer Preis für den Funktionsumfang | Oberflächenmodus gelegentlich unzuverlässig (Software) |
| Smart Surface Parking – parkt automatisch am Rand | Mit 10 kg kein Leichtgewicht |
| 25.700 L/h Saugleistung, 18 Sensoren | Keine App-Steuerung unter Wasser (branchenweit) |
| Bis zu 7h Laufzeit im Oberflächenmodus | Keine Wasseraufbereitung wie beim AquaSense 2 Ultra |
| Riesiger 6L Schmutzkorb, werkzeuglos zugänglich | — |
| Kabellos – kein Kabelsalat, volle Bewegungsfreiheit | — |
| Geeignet für Pools bis 300 m² | — |
| 3 Jahre Garantie | — |


Wer die AquaSense-Reihe kennt, weiß, was Beatbot kann. Der Sora 70 ist das zugänglichere Modell – weniger Extras, dafür deutlich günstiger. Für die meisten Poolbesitzer, die nicht zwingend eine Wasseraufbereitung oder eine kabellose Ladestation brauchen, ist er der smartere Kauf.
Der Oberflächenmodus braucht noch einen Software-Feinschliff, der große Schmutzkorb und die starke Saugleistung überzeugen dafür auf ganzer Linie. Wer bisher zwei Geräte betrieben hat oder noch manuell abkeschert, findet im Sora 70 eine saubere Lösung – im wahrsten Sinne.
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