Dyson Clean+Wash Hygiene Test: Mein Bericht zum Nassreiniger

Nachdem ich bereits den Dyson WashG1 ausführlich getestet habe, war ich gespannt, wie sich der neue Dyson Clean+Wash Hygiene im Alltag schlägt. Mit dem WashG1 hatte Dyson bei mir damals einen ziemlich guten Eindruck hinterlassen – vor allem beim Reinigungsergebnis, der Agilität und der einfachen Bedienung. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen an das neue Modell.

Dyson CleanWash Hygiene Nassreiniger

Beim Clean+Wash Hygiene setzt Dyson wieder auf die Kombination aus Nassreinigung und der Aufnahme von trockenem Schmutz. Dazu kommen ein flacheres Gehäuse, eine Selbstreinigung mit anschließender Trocknung und ein insgesamt sehr modernes Design. Ich habe den Nassreiniger im Alltag ausprobiert und dabei schnell festgestellt, dass sich gegenüber dem WashG1 einiges verändert hat. Nicht alles davon gefällt mir besser.

Design und Handling: Typisch Dyson, aber nicht ganz perfekt

Optisch gefällt mir der Dyson Clean+Wash Hygiene richtig gut. Die Kombination aus Nachtblau und Kupfer wirkt hochwertig und passt für mich sehr gut zum typischen Dyson-Design. Auch die Haptik macht zunächst einen guten Eindruck. Das Gerät liegt angenehm in der Hand und lässt sich ohne große Eingewöhnung bedienen. Im Lieferumfang ist dabei neben der Selbstreinigungsstation noch eine Flasche Reinigungsmittel enthalten.

Lieferumfang des Dyon steht in einem Wohnzimmer
Der Lieferumfang ist spartanisch, aber ausreichend

Dyson Reinigungsmittel

Beim Material habe ich allerdings einen kleinen Kritikpunkt. Die glänzenden Bereiche im Klavierlack-Look sehen zwar schick aus, sind aber ziemlich empfindlich. Bei meinem Gerät waren Kratzer entsprechend schnell sichtbar. Ebenso verhält es sich mit Staub. Außerdem knarzt das Gehäuse teilweise etwas, was bei einem Gerät in dieser Preisklasse nicht unbedingt sein müsste. Im Alltag gefällt mir die Beweglichkeit trotzdem sehr gut. Der Clean+Wash Hygiene lässt sich flexibel durch die Wohnung manövrieren und dank des flachen Aufbaus komme ich auch unter Möbel, unter die ich mit vielen anderen Nassreinigern gar nicht erst komme. Gerade unter dem Sofa oder Bett ist das praktisch.

Ein kleiner Vergleich zum WashG1 drängt sich für mich allerdings auf: Dort fand ich das Gleiten durch das Doppelbürsten-Design angenehmer. Der neue Clean+Wash Hygiene ist keineswegs schwergängig, aber im direkten Vergleich fühlt sich der WashG1 für mich etwas leichtgängiger an.

Unterseite mit Buerste

Wassertank mit Reinigungsmittel

Im Alltag: Reinigungsleistung und Akkulaufzeit des Dyson Clean+Wash Hygiene

Bei der eigentlichen Reinigung gibt es für mich wenig Grund zur Kritik. Der Dyson Clean+Wash Hygiene entfernt trockenen Schmutz, Krümel und Haare ebenso wie nasse Verschmutzungen und Flecken. Genau das erwarte ich von einem solchen Gerät – und genau das liefert der Dyson in meinem Alltag zuverlässig. Besonders praktisch finde ich, dass ich nicht ständig zwischen Staubsauger und Wischmopp wechseln muss. Gerade kleinere Verschmutzungen nach dem Essen oder nasse Stellen auf dem Boden sind schnell beseitigt. Auch bei hartnäckigeren Stellen kann ich die Reinigungsleistung entsprechend anpassen- Stichwort Max-Stufe. Hier ist das Wasser jedoch auch in wenigen Minuten schnell verbraucht. Diese Maximalstufe benötigt man im Alltag jedoch eher selten und nur bei eingetrockneten Flecken.

Die Akkulaufzeit hat bei meinem Test ebenfalls überzeugt und entspricht den Angaben des Herstellers. Hier sind je nach Stufe zwischen 30-70 Minuten durchaus möglich. Für meine normalen Reinigungsrunden reicht die Ausdauer problemlos aus. Ich musste den Reinigungsvorgang nicht ständig wegen eines leeren Akkus unterbrechen. Hier kommt eher der Frischwasser- und Schmutzwasser-Tank an seine Grenzen.

Knickwinkel des Dyson Nassreinigers
Der seitliche und horizontale Knickwinkel sind super

Dyson Nassreiniger unter Moebeln

Sehr gut gefällt mir außerdem die Möglichkeit, auch schwer zugängliche Bereiche zu reinigen. Durch das flache Design kann ich das Gerät deutlich weiter unter Möbel schieben. Genau solche Details machen für mich im täglichen Gebrauch einen Unterschied, weil ich nicht jedes Mal ein zusätzliches Werkzeug brauche. Ebenso ist die Kantenreinigung sehr gut, da die Bürste nah an den Rand geht, das wurde beim Design bedacht.

Selbstreinigung: Praktisch, aber nicht gerade leise

Ein großer Pluspunkt ist für mich die Selbstreinigung. Nach dem Putzen kann ich den Clean+Wash Hygiene in seine Station stellen und den Reinigungszyklus starten. Besonders angenehm finde ich, dass dabei nicht nur die Walze gereinigt wird, sondern sie anschließend auch getrocknet wird. Das ist im Alltag eine echte Erleichterung. Die Bürste muss nicht jedes Mal separat ausgebaut und irgendwo zum Trocknen hingelegt werden. Gerade bei einem Nassreiniger finde ich diesen Punkt wichtig, weil ich möglichst wenig Aufwand nach dem eigentlichen Putzen haben möchte. Zudem wird so unangenehmen Gerüchen vorgebeugt.

Selbstreinigung Station Dyson

Buerste zerlegt auf dem Boden

Allerdings dauert der Selbstreinigungs- und Trocknungsvorgang eine Weile und ist dabei auch nicht gerade leise. Für das Schlafzimmer würde ich den Vorgang deshalb nicht unbedingt starten wollen. Man sollte somit die Position innerhalb der Wohnung bedenken. Deutlich weniger gut gefällt mir hingegen das Entleeren des Schmutzwassertanks. Hier tropft bei mir eigentlich immer etwas herum. Das ist für mich ein echter Designfehler, denn gerade beim Entleeren eines Nassreinigers möchte ich nicht anschließend noch Wasser und Schmutz von der Umgebung aufwischen müssen. Das ist für mich der größte Minuspunkt des Clean+Wash Hygiene.

Auch die Einrichtung der App könnte verständlicher gelöst sein. Bei der Ersteinrichtung soll ich einen QR-Code scannen, allerdings ist der richtige Code auf der Verpackung zu finden und nicht der angezeigte Code direkt am Gerät. Das fand ich zunächst etwas verwirrend.

Dyson App Screenshots.1
Die App bietet bei diesem Gerät keine weiteren nennenswerten Funktionen

Frau mit Dyson CleanWash in der Hand

Pro Contra
Sehr gutes Design und angenehme Haptik Empfindlicher Klavierlack bekommt schnell Kratzer
Gute Reinigungsleistung Schmutzwassertank tropft beim Entleeren
Gute Akkulaufzeit Teilweise leichtes Knarzen
Flexibles Handling Selbstreinigung relativ laut
Reinigung unter niedrigen Möbeln App-Einrichtung mit QR-Code etwas verwirrend
Selbstreinigung inklusive Trocknung der Bürste WashG1 gleitet für mich angenehmer

Preis & Bestellmöglichkeit

Der Preis ist aus meiner Sicht „typisch Dyson“. Für mich ist der Clean+Wash Hygiene für 399 € UVP kein Schnäppchen. Gleichzeitig kaufe ich bei Dyson nicht nur das Gerät, sondern auch die Marke und den entsprechenden Support mit. Ob einem das den Aufpreis wert ist, muss letztlich jeder selbst entscheiden. Dafür ist der Preis in Summe jedoch in Ordnung. Wer Interesse hat, kann den Dyson Clean+Wash Hygiene auf der Hersteller-Webseite direkt bestellen.

Kantenreinigung mit einem Nass und Trockensauger

Fazit zum Dyson Clean+Wash Hygiene

Der Dyson Clean+Wash Hygiene hat mich im Alltag vor allem mit seiner Reinigungsleistung, dem Handling und der Flexibilität überzeugt. Ich finde es sehr praktisch, dass ich trockenen und nassen Schmutz mit einem Gerät beseitigen kann und anschließend die Selbstreinigung inklusive Trocknung der Bürste übernimmt. Gleichzeitig gibt es einige Punkte, die mich stören. Der empfindliche Klavierlack, das gelegentliche Knarzen und vor allem das Tropfen beim Entleeren des Schmutzwassertanks passen für mich nicht ganz zum sonst hochwertigen Gesamteindruck. Auch die Selbstreinigung ist nicht unbedingt etwas für ruhige Stunden im Schlafzimmer.

Dyson CleanWash Hygiene in einer Kueche

Im direkten Vergleich mit meinem früher getesteten WashG1 finde ich das Handling beim Gleiten dort etwas angenehmer. Dafür punktet der Clean+Wash Hygiene mit seinem flacheren Aufbau und der Möglichkeit, noch flexibler unter Möbeln zu reinigen. Ich würde den Dyson Clean+Wash Hygiene deshalb vor allem dann empfehlen, wenn mir ein hochwertiges Gesamtpaket, eine starke Reinigung und möglichst wenig Arbeit bei der anschließenden Pflege wichtig sind. Die kleinen Schwächen sollte ich bei einem Gerät dieser Preisklasse allerdings kennen und akzeptieren können.

Dyson Nassreiniger steht in einem Wohnzimmer

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Lucas Klemp

Hey, mein Name ist Lucas und ich bin seit 2018 Teil des Gadget-Rausch Teams. Meine Leidenschaft sind vor allem Technik-Gadgets, insbesondere den Bereich Smart Home und alles rund um Apple finde ich dabei besonders spannend.

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