Zyntony Torch: Outdoor-Taschenlampe mit 45 Tagen Akkulaufzeit

Der Slogan „Baddest Light on the Planet?“ der Zyntony Torch lässt zwei Interpretationsmöglichkeiten zu. Nummer eins – die Lampe, um die es sich handelt ist die schlechteste Lampe allerzeiten und die Marketing-Abteilung von Zyntony geht den Weg „ehrlich währt am Längsten“ oder Möglichkeit Nummer Zwei: Die Laterne ist so gut, dass sie alle Mitstreiter auf dem Markt in den Schatten stellt.

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Mein Deutsch-Abi ist schon eine Weile her, deswegen erspare ich euch weitere Interpretationen und komme lieber auf die Fakten zu sprechen, denn was ist die Zyntony Torch überhaupt und was kann sie? Ganz simpel: Zyntony Torch ist eine Laterne. Wer schon mal campen war, kennt die üblichen Verdächtigen. Entweder mit Öl, Benzin, Gas oder Batterien, sie haben alle etwas gemeinsam: Sie sollen leuchten, möglichst lange und unkompliziert. Und da hört es für die meisten Camper schon auf. Der anspruchsvollere Wanderer legt sein Hauptaugenmerk auf das Gewicht, aber sonst ist die Wahl der Camping-Laterne eher emotionslos.

Mit der Taschenlampe vom Hersteller Zyntony könnte das jedoch anders werden, denn die mit 15 Ah (15.000mAh) Lithium-Polymer Akku ausgestattete LED Lampe ist revolutionär. Sie hat eine enorme Leistung und kann diese entweder per Schalter oder via Bluetooth am Smartphone abrufen – zwischen 4 und 4000 Lumen können geregelt werden. Bei den vollen 4000 Lumen reicht der Akku trotzdem noch für über drei Stunden, bei 2000 Lumen für sechs Stunden und bei der geringsten Stufe von vier Lumen, was in vielen Fällen schon für einen romantischen Abendhock am Campingtisch ausreicht, leuchtet die Zytony Torch erstaunliche 45 Tage durch – ohne Unterbrechung.

Sektoren-Aufteilung bringt Winkellicht

Das eigentlich revolutionäre ist die Steuerung der Lampe, denn auf die Idee mit dem großen Akku und viel Leistung sind schon andere gekommen. Die Laterne von Zytony kann bei Bedarf 360° der Umgebung ausleuchten oder 90° oder 180° oder zwei Mal 90°, denn das Licht ist in vier 90° Sektoren aufgeteilt, die einzeln an oder ausgeschaltet werden können, sodass man tatsächlich nur dahin leuchtet wo man möchte – ein Alleinstellungsmerkmal, das sich sehen lassen kann.

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Und wenn euch das schon beeindruckt: Per Smartphone können Steuerzyklen programmiert werden, sodass die Lampe sich automatisch ein- und ausschaltet und auch die Helligkeit verändert. Ein vorab einprogrammiertes Profil macht’s möglich. Außerdem kann man Text in Morsezeichen umwandeln, sodass man über weite Distanzen – auch ohne Handysignal – Nachrichten verschicken kann. Natürlich gibt es auch einen SOS-Modus, um im Notfall zu signalisieren wo man Hilfe braucht und einen Positionsfeuer-Programm, dass durch blinken den Standort anzeigt.

Natürlich ist die ganze Sache wasserdicht, so wie es sich für ein Gadget dieser Art gehört – ein echtes Outdoor Gadget eben. Die Endkappen, durch deren Löcher man beispielsweise Schnüre anbringen kann, sind abschraubbar und ermöglichen die Montage einer großen Anzahl von Erweiterungen. Der Hersteller bietet zum Beispiel einen Stab, um die Laterne in den Boden zu stecken und wie eine Gartenfackel aufzustellen oder um den Zombieapokalypsen-Griff anzuschrauben. Letzteres ist aber nur ein Concept-Art und wird vorerst nicht produziert – zeigt jedoch den sympathischen Geist des Entwickler-Teams.

Verschiedene Ausführungen für Mann und Frau

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Die Zyntony Torch wird in verschiedenen Designs und Farben zu haben sein. Von der „Spec Ops“ Variante im taktischen schwarz, extra robuster Beschichtung und extrem griffiger Halterung bis zur pinken Glamour-Variante mit Handschmeichler-Griff. Für jeden sollte das Richtige dabei sein. Die Technik ist aber bei jedem Modell gleich. Geladen wird über einen Wandstecker, Zigarettenanzünder oder, wenn man sowas hat, über mobile Solarmodule. Außerdem können die Batterien gewechselt werden, denn Zyntony hat sich an ein Standard-Akkumaß gehalten.

Zusätzlich wird es auch besonders hochwertige Ersatzzellen von Zyntony selbst geben, jedoch kann auch jeder 32650-er Akku verwendet werden. Das Ganze wiegt einsatzfähig rund 1,1 Kilogramm. Ein nettes Zusatzfeature: Es gibt einen USB-Port unter einer Endkappe mit dem Smartphones und Tablets mit bis zu zwei Ampere geladen werden können. Der Preis liegt je nach Early Bird Special und Version, die man ergattert zwischen 165 und 225 Dollar. Natürlich gibt es auch Paket-Angebote für Leute, die mehr als nur eine Laterne möchten.

Outdoor-Lampe mit Gadget-Faktor

Also ist die Lampe nun das Beste oder Schlechteste auf dem Markt? Meiner Meinung nach ist es ein tolles Outdoor-Gadget, das durch tatsächlich gute Features überzeugt. Hierzu zählt das Ausschalten von Sektoren, um zum Beispiel Eigenblendung zu vermeiden oder das Einprogrammieren automatischer Ein- und Ausschalt-Zeiten, um die Lampe einmal an seinem Campingplatz aufzustellen und einfach stehen zu lassen – Zyntony Torch arbeitet selbstständig.

Natürlich ist die Laterne mit ihren 1,1 Kilogramm recht schwer und für Leute die ihr Equipment auf kleinstes Packmaß und geringstes Gewicht trimmen eher nicht geeignet, denn eine Gas/Benzin-Laterne kann oft auch als Kocher umgebaut werden, sodass man quasi zwei Geräte in nur einem Gadget vereint hat. Der Verzicht auf ein paar Lumen ist hier wohl die klügste Entscheidung.

Ich persönlich bin jedoch voll auf begeistert von der Laterne, muss jedoch gestehen, dass ich sowieso etwas verrückt angehaucht bin was Taschenlampen und ähnliche Gadgets angeht. Bei einem Preis von mindestens 165 Dollar muss aber auch ich schlucken und werfe nicht wie verrückt Geld gegen meinen Bildschirm. Alle die trotzdem so eine Laterne wollen können das Projekt zur Zyntony Taschenlampe auf Kickstarter unterstützen. Und für den Rest, der nicht so viel Geld für Camping-Lampen über hat, gibt es natürlich auch preisgünstige Alternativen auf Amazon.de.




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