Tronsmart Orion R28 im Test: Kleiner Preis, große (Top)Leistung

Tronsmart Orion R28 im Test – blitzschnelle Ultra-HD-Box ab 130 Euro. Mit dem Tronsmart Orion R8 landet eine vollwertige Mini-Android-Box zum Testen auf meinem Schreibtisch. Der kleine Alleskönner ist nicht nur smart, flexibel und schnell, sondern bietet auch ungewöhnlich viele Schnittstellen sowie den neusten Ultra-HD-Standard. Im Test lest Ihr, warum mir der Tonsmart Orion R28 so gut gefällt.

Verpackung, Zubehör, Design: Tronsmart mit Understatement

Das Design der Box ist nicht sonderlich auffällig und setzt im gedeckten Schwarz und mit partieller Klavierlackbeschichtung respektive mattem Finish auf angenehmes Understatement. Bei der Oberseite fühle mich an eine Art Diamantenschliff erinnert, was mich positiv beeindruckt. Die Front hingegen wirkt mit dem (zu) deutlich sichtbaren Infrarot-Empfänger etwas spröde.

DSC055791 1024x706

Die Tronsmart Orion hat eine klare, kühle Formsprache – ©Gadget-Rausch.de

Gefallen finde ich am Zubehör, denn besondere Boni finden sich in der Verpackung: Neben einer Fernbedienung und dem üblichen Netzstecker, finden sich auch gleich ein UHD-HDMI-Kabel und ein Micro-USB-Stecker im Lieferumfang. Zwei Triple-A-Zellen für die Fernbedienung gehören nicht zum Repertoire, sollten aber in jedem gut sortieren Haushalt zu finden sein.

Konnektivität – Allerlei Anschlüsse

Schnittstellenvielfalt und Flexibilität zeichnen den Tronsmart Orion aus: Neben einem HDMI 1.4a Anschluss mit 4K-Support drei USB 2.0 Ports und einem Micro-USB-OTG-Anschluss sind ein LAN-Anschluss sowie ein optischer Soundausgang zugegen. Ferner ist der aktuelle WLAN-Standard 802.11b/g/n (2.4/5.0 GHz) integriert. Das ermöglicht Übertragungsraten von mehr als 300 Mbit/s, von denen im Test mit einer Fritzbox 7330 mehr als zwei Drittel erreicht wurden. Energiesparendes Bluetooth 4.0 und eine 100-Mbit-LAN-Buchse sind ebenfalls angebracht.

DSC05587 1024x248

Die Tronsmart Orion R28 bietet vielerlei Anschlussmöglichkeiten – ©Gadget-Rausch.de

DSC05588 1024x247

Seitlich finden sich neben einem Micro-SD-Cardreader auch zwei günstig positionierte USB-Ports – ©Gadget-Rausch.de

3,5 mm Klinke für Boxen oder Kopfhörer und sogar eine Wifi-Antenne können angeschlossen werden – Und ich finde ein weiteres Plus: Seitlich gibt es zwei USB-Anschlüsse für Maus und Tastatur. Unser Testmodell kommt mit 16 GByte Flash-Speicher und Erweiterungsmöglichkeiten bis zu 64 GByte per Micro-SD-Chipkarte. Während die Schreibgeschwindigkeit des MicroSD-Moduls mit 13,5 MB/s verhalten anmutet, kann die Leserate von 20.2 MB/s im Vergleich zu anderen Rockchip-Devices mit mehr als dem doppelten punkten.

Leistung – Rockchip mit Highend-Power

Um alle Pixel eines 4K Ultra-HD-TVs zu befeuern, ist ein Mali-T764 GPU 8-Kern Grafikprozessor integriert. Die Rockchip (RK3288-A17) Quadcore-CPU wird von 2Gbyte RAM flankiert. Der Prozessor sorgt für üppige Performance: Im Antutu Benchmark schafft es die Tronsmart Orion R28 auf rund 38.000 Punkte und befindet sich somit auf Augenhöhe mit einem Top-Smartphone wie dem Samsung Galaxy Note 4. Das sorgt für ein sehr flüssiges Android 4.4.2 KitKat OS im Auslieferungszustand, während ein Upgrade auf Lollipop laut Hersteller in Kürze folgen soll.

Tronsmart Orion R28 – Angetestet

Die Inbetriebnahme geht leicht von der Hand. Dazu griff ich erst einmal zur beigelegten Fernbedienung, was sich im Anschluss allerdings als Fehler herausstellte. Die Verarbeitung der Infrarot-Knipse kann zwar überzeugen, da nichts knackt und knarzt, mich stört allerdings, dass der per Richtungstasten gesteuerte Mauszeiger ist im Schneckentempo seine Bahnen zieht.

DSC05581 680x1024

Die beigelegte Fernbedienung eignet sich zum Zappen und für kleine Auswahlsprünge – ©Gadget-Rausch.de

Also wählte ich eine neuen Ansatz mit der Belegung der dafür vorgesehenen USB-Ports an der Seite: Nämlich mit Maus oder Tastatur. Und siehe da, das Android-System schnurrte nicht nur wie ein Kätzchen, sondern ließ sich bestens per Mausklick bedienen. Hier kam eine kabellose Logitech K400-Tastatur mit integriertem Multi-Touch-Trackpad zum Einsatz (diese hier). Die Bedienung klappte auf Anhieb und ganz ohne nervige Treiberinstallation oder zusätzliche Computer Maus – ich nutzte einfach das integrierte Touchpad der Tastatur.

DSC05585 1024x682

Die Tronsmart Orion R28 bringt „Out-Of-The-Box“ alles mit, was zur Einrichtung benötigt wird – ©Gadget-Rausch.de

Performance – Spielen und Ultra-HD

Zu den getesteten Android-Games gehörten sowohl die Open-World-Simulation Goat Simulator, als auch das grafisch überaus anspruchsvolle 3D-Spektakel Batman – The Dark Knight Rises. Bei beiden Spielen war die Performance mehr als zufriedenstellend und ließen sich sowohl mit dem Android-Gaming-Controller Tronsmart Mars G01 bestens steuern.

Ebenfalls zufriedenstellend war die Video-Ausgabe im HD-Format (1080p) als auch bei 4K-UHD-Titeln. Anfangs hakte es allerdings bei der 4K-Wiedergabe – erst nachdem ich in den Verbindungseinstellungen den Bluetooth-Funk deaktiviert hatte, klappte alles reibungslos. Das Problem sollte Tronsmart mit dem kommenden Firmware-Update behoben haben(!)

DSC05578 1024x646

Man sieht es Ihm nicht an, aber das Multitalent hat einiges unter Haube – ©Gadget-Rausch.de

Zum Abspielen von Videos sollte noch eines gesagt werden: Der sonst hochpreisige MediaPlayer XBMC (Kodi) ist bereits vorinstalliert: Das macht den heimischen TV zu einem SmartTV der Extra-Klasse. Es können sowohl Netzlaufwerke als auch externe Festplatten zum Füttern des Media-Players dienen. Dienste wie Netflix et cetera werden hier ebenfalls unterstützt. Als Smart-TV und Mini-PC für knapp 130 Euro, macht der Tronsmart Orion R28 eine prächtige Figur.

Im Test zeigt sich die Tronsmart Ultra-HD-Box also sehr performativ, sowohl was Gaming als auch HD und UHD-Wiedergabe anbelangt. Zudem macht das kostenlose XBMC-Mediacenter zu die Box einem Smart-TV mit Browser-Support.

Tüftlertauglich – Experimentierfreudiges Set-Up

Wer sich gern tiefer im Android System vergräbt, kann sich mit dem Tronsmart Orion so richtig austoben. Der Android-PC wird pre-rooted ausgeliefert. Das bedeutet experimentierfreudige Tüftler haben Out-of-the-Box alle Systemrechte inne, um zu modden oder ihre eigene Firmware zu schreiben und zu testen.

Fazit – Fixes Multitalent mit Smart-TV-Ambitionen

Mit dem Tronsmart Orion R28 kommt eine vollwertiger Mini-PC mit Android Betriebsystem ins Haus. Dieser zeigt zum Markstart noch einige Kinderkrankheiten, die aber – wie bei vielen anderen Geräten ebenfalls üblich – mit dem nächsten Firmware Update behoben sein sollten.

DSC05591 1024x779

Zu diesem Preis bleiben bei der Tronsmart Orion R28 kaum Wünsche offen – ©Gadget-Rausch.de

Sogar die Fernbedienung hat Ihre Daseinsberechtigung, denn auch als TV-, und Mediaplayer taugt die Tronsmart-Box. Dabei übersteigt Ihr Funktionsumfang – entsprechende Apps vorausgesetzt – sogar die modernster Smart-TVs. Besonders gefallen hat mir, dass sich die Tronsmart Orion bereits für die Zukunft gewappnet hat: Bisher stehen nur wenige erschwingliche Ultra-HD Smart-TVs mit in den Regalen, doch das kann sich bekanntermaßen schnell ändern.

Empfehlenswert scheint mir die Tronsmart Orion nicht nur für Tüftler und Softwarebastler – genauso gut könnte sie in einem Kinder-, oder Wohnzimmer zum Spielen, Musik hören und Filme schauen taugen. In Puncto Preis-Leistung und mit einem Prozessor, der es locker mit derzeitigen Top-Smartphones aufnehmen kann, lässt die neue Tronsmart Orion R28 Box mit einem Anschaffungspreis von etwa 130 Euro  jedenfalls keine Wünsche offen. Als offizieller deutscher Tronsmart Distributor ist Cytem zu nennen. Hier bekommen deutsche Kunden muttersprachlichen Support und sind bei Fragen gut aufgehoben. Bei Interesse könnt ihr das Gaming-Gadget hier bestellen.

Tronsmart Orion R28 im Test: Kleiner Preis, große (Top)Leistung
4.8 (95%) 4 Stimme[n]

Was dir auch gefallen könnte...

2 Kommentare

  1. David sagt:

    Hallo Matthias,

    kannst du mir verraten, in welchem Modus (X, D, A) du den Tronsmart Mars G01 verwendet hast, um Batman – The Dark Knight Rises zu spielen bzw. ob du sonst noch weitere Einstellungen vornehmen musstest? Leider wird meiner irgendwie vom Spiel nicht erkannt.

    Danke im Voraus!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.