Tesla Model X: Die wohl größte und teuerste Powerbank für eure Gadgets

Kennt ihr das: Ständig ist der Akku eures Smartphones leer, die Kamera ist ohne Strom oder beheizte USB-Tassenuntersetzer bleiben kalt – aber das muss nicht sein! Den mit dem Tesla Model X stellt das Unternehmen hinter Elon Musk eine elegante Lösung vor um eure Gadgets zu laden.

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Dabei geht Tesla einen ganz neuen Weg: man baut um den 90 kWh Akku einfach ein Auto drum. Ein SUV im Falle des Tesla X, also ein Sports Utility Vehicle. Viele sagen dazu auch Geländewagen, obwohl die meisten SUVs wahrscheinlich nur im Großstadt-Dschungel eingesetzt werden.

Das neue Tesla Model X überzeugt

Doch nun Spaß beiseite! Harte Fakten über den Tesla Model X P90D: 3,4 Sekunden für den Sprint von Null auf 100 Kilometer die Stunde. 772 System-PS geteilt in Front- und Heckelektromotor. 250 km/h Spitzengeschwindigkeit. 450 km maximale Reichweite. Fast 2,3 Tonnen Anhängelast. Allrad-Antrieb als Serienausstattung. Platz für sieben Erwachsene mit Gepäck. Diverse Ultraschallsensoren, Kameras, Radar und Assistenzprogramme sorgen für aktive Sicherheit, wie zum Beispiel ein Notbremssystem.

Die Belüftung mit Klimaanlage, die auf Knopfdruck das Auto zum Biowaffen-Schutzbunker macht. Intelligentes Karosseriedesign für maximalen Unfallschutz. Innovative, sensorgesteuerte Flügeltüren „Falcon Wings“, die auch unter geringsten Platzbedingungen öffnen und schließen. Das und noch einiges mehr bietet das Model X, aber alles aufzuführen würde an dieser Stelle zu weit führen. So steht es in der Broschüre.

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Es gibt noch eine weniger stark motorisierte Version mit 524 System-PS auf Front und Heck verteilt, aber auch diese benötigt gerade mal 5 Sekunden auf 100, was für ein SUV immer noch ein herausragender Wert ist. Die Liste an Features erschlägt einen zunächst, doch nach einiger Betrachtung fällt auf, dass vieles mittlerweile „Standard“ bei den Premium-Marken wie Mercedes-Benz, BMW oder Audi ist. Viele Assistenzsysteme gibt es schon seit längerem auf dem Markt, deswegen möchte ich in diesem Artikel nur auf die ganz besonderen Merkmale des Model X eingehen.

Falcon Wing Türen für den stilvollen Auftritt

Fangen wir mit dem wohl ungewöhnlichsten Detail des Teslas an: Die Fondtüren. Man ist ja schon einiges gewöhnt: Flügeltüren wie beim Mercedes 300 SL und seinem Design-Nachfolger dem SLS, Lamborghinis Scherentüren, Selbstmördertüren, die Scharniere am hinteren Ende der Tür haben, die in der Karosserie versenkbaren Türen des ikonischen BMW Z1 und die klassischen Schiebetüren wie man sie von VW Bus und Co kennt – doch die Falcon Wings von Tesla sind wieder etwas ganz Neues.

Geöffnet erinnern sie zwar stark an klassische Flügeltüren, wie sie auch ein SLS hat, aber wie sie sich öffnen unterscheidet sich gewaltig! Durch ein zusätzliches Scharnier an der Fensterunterseite, können die Türen sich nämlich auf geringstem Raum von nur 30 cm zu Seite und nach oben öffnen und ausklappen und Sensoren verhindern, dass es irgendwo kracht. Niedrige Tiefgaragen, enge Parkplätze und ungeduldige Kinder waren bisher die Angst eines jeden Autofahrers, vor allem wenn die Autos neu und teuer sind, jedoch ist im Telsa Model X nichts zu befürchten.

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Apropos nicht zu befürchten: Der Tesla X soll tatsächlich biowaffensicher sein, durch extra große und gute HEPA Lüftungsfilter. Es stehen drei Betriebsmodi zur Verfügung: Aussenluftzufuhr, Umwälzung und Bio-Defense. Die ersten beiden Modi sind Standard in heutigen Autos, Letzterer klingt zunächst jedoch wie ein Scherz. Elon Musk meint es aber todernst. Im Falle eines Angriffes mit biologischen Waffen, also Sporen, Viren, Bakterien und so weiter, kann das Model X einen Überdruck im Innenraum erzeugen und das Auto abdichten, sodass keine Schadstoffe ins Innere gelangen. Wie wahrscheinlich der Angriff mit Bio-Waffen ist, weiß ich nicht, aber die großen Filter helfen den Allergikern unter uns enorm, wenn wieder Pollen unterwegs sind.

Alle Funktionen werden über einen riesigen Touchscreen in der Mittelkonsole gesteuert, der größer ist als so mancher Fernseher. Erwähnenswert ist natürlich die enorme Power von fast 800 PS aus Elektromotoren, also riesige Drehmomente und volle Leistung aus dem Stand, nicht wie beim normalen Ottomotor, der erst mal auf die richtigen Drehzahlen kommen muss. Natürlich wollen die 800 Pferde auch gefüttert werden.

Unterwegs mit Riesen-Akku – 450 Kilometer

Bei Tesla passiert das voll elektrisch. Hier macht das Model X keine Ausnahme. Strom kommt zwar aus jeder Steckdose und diese ist häufiger zu finden als Tankstellen, aber der Nachteil ist, dass man Stunden braucht um einen Tesla an der normalen Steckdose zu laden und nicht wie beim Tanken kurz ran fährt, tankt, bezahlt und weiter fahren kann. Doch dem will Tesla Abhilfe schaffen. Weltweit, also auch in Deutschland wird ein Netz von Tesla Strom-Tankstellen aufgebaut, die mit enormen Strömen den Akku laden sollen, sodass man statt einer ganzen Nacht nur noch eine halbe bis dreiviertel Stunde halten muss, um weitere 450 Kilometer Reichweite zu erhalten. Das ist zwar immernoch länger als tanken, aber dafür ist es für Tesla-Fahrer kostenlos.

Man sitzt also im Café um die Ecke während der Tesla lädt und man schaut per App wie weit der Akku geladen ist, bezahlt den Kaffee und fährt weiter und durch die intelligente Navigation, die natürlich die Standorte der Tesla Zapfsäulen und die Restreichweite, Höhendaten, Durchsnittsverbrauch kennt, schlägt sie einem vor wann, wo und wie man zum Laden muss oder ob man es ohne Zwischenstopp bis zum Ziel schafft.

Doch gerade bei Fahrten auf der Autobahn mit hohen Geschwindigkeiten, vielen Lastwechseln, kommt so ein Stopp früher als gedacht, denn die 450km Reichweite ist natürlich ein Idealwert bei perfekten Bedingungen. Ist es kalt draussen oder man hat es eilig, kann aus den 450km auch mal nur gut die Hälfte werden und die Zapfsäulen sollen zwar mit voller Power laden, jedoch passiert das mancherorts einfach nicht, weil die örtliche Stromversorgung nicht die nötige Leistung hergibt.

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Nichts desto trotz scheint der Tesla Model X ein sehr tolles Fahrzeug zu sein, jedoch sind 70.000 bis 120.000 Euro geschätzter Preis je nach Ausstattung kein Pappenstiel. Für die meisten Berufspendler reichen 450km oder sogar 250km Reichweite vollkommen aus, da man ja zu Hause und am Arbeitsplatz laden könnte. Für längere Fahrten muss man jedoch etwas Zeit zum Laden einkakulieren und/oder langsam fahren – aber mehr als drei, vier Stunden sollte man sowieso nicht ohne Pause fahren.

Wer mehr erfahren will gelangt hier auf die offizielle Tesla Model X Website und kann dort bereits ab 4.000 Euro Anzahlung einen Tesla für die zweite Jahreshälfte 2016 reservieren. Auf der Homepage findet ihr auch ein Video zum Elektro-SUV. Für alle, die tatsächlich nur eine gute Powerbank suchen und kein Auto darum möchten, geht es hier zu hochwertigen Powerbanks der Firma Anker.

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