Obsidian: Günstiger 3D Drucker mit integrierter Kamera

Seit ich das erste Mal von ihnen gehört habe, haben mich 3D Drucker fasziniert. Präzision und die grenzenlose Freiheit bei der Motivgestaltung treffen selten so aufeinander. Eine Idee wird anhand eines Programmes visualisiert und mittels chirurgischer Präzision in etwas Handfestes verwandelt. Ebenso grenzenlos wie die Motivgestaltung sind die Anwendungsmöglichkeiten. Doch wie alles im Leben haben auch 3D Drucker einen Haken und der besteht vor allem aus den hohen Anschaffungskosten. Der Obsidian hingegen verspricht, Ideen in Materie zu verwandeln sowie vieles mehr und das für den kleinen Geldbeutel.

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Der Trend, 3D Drucker preiswerter zu gestalten, hat längst begonnen. Um diese Schlacht zu gewinnen, müssen sich neuere Modelle vom Rest abheben. Designtechnisch bleibt dort nicht zu viel Spielraum. Der Obsidian versucht durch geschickte Vernetzung und deren Vorzügen zu überzeugen.

Was unterscheidet den Obsidian von anderen 3D Druckern seiner Preisklasse?

Der Obsidian erhebt den Anspruch, der 3D Drucker für alle zu sein. Diese Philosophie zeigt sich schon bei der Montage – denn die gibt es praktisch nicht. Das gelieferte Gerät kann sofort an eine Steckdose angeschlossen werden, die Spule mit dem Rohmaterial wird eingelegt und los geht’s. Dank dem LCD-Touchscreen ist der Drucker besonders bedienerfreundlich und leicht zu verstehen. An dieser Stelle ist auch die besonders hohe Kompatibilität zu anderen Geräten wie beispielsweise dem Smartphone hervorzuheben.

Sogar ein Stromausfall wirft diesen Drucker nicht aus der Bahn, denn das Gerät erinnert sich noch genau, woran es gerade gearbeitet hat. Einfach die Stromquelle wiederherstellen, „resume“ drücken und es geht weiter. Gerade bei komplizierteren Drucken, die sich über einige Stunden ziehen, ist dieses Feature ein Lebensretter.

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Social-Media-tauglicher 3D Drucker

Der Entstehungsprozess von dreidimensionalen Druckerzeugnissen ist noch exotisch genug, um eine große Anzahl an Menschen zu faszinieren. Was wäre also naheliegender als diesen Arbeitsschritt genau zu dokumentieren? Die integrierte Kamera des Obsidians ist sowohl für Livestreams als auch für Time-Lapse Videos geeignet. Livestreams zeigen dem Künstler zu jeder Zeit den Fortschritt seines Ausdruckes und nach vollendeter Tat ist es ihm möglich, den kompletten Prozess in einem Zeitraffer-Video mit seinen Freunden zu teilen.

Ein echtes Highlight hat man vor allem dann, wenn auch noch eine VR-Brille mit entsprechender Software bereitliegt. Denn dann ist es auch möglich, in der virtuellen Welt Kunstwerke mit den bloßen Händen zu schaffen (na gut und einem Controller) und diese dann direkt in unsere physische Welt zu drucken. So wird eine Kreativ-Session unter Freunden schnell zu einem Partyspaß. Wenn der Obsidian hält was er verspricht, dann wird er den Alltag von so manchem Hobbie-Bastler revolutionieren. Derzeit wird das Gerät auf Kickstarter angepriesen und die Entwickler konnten bereits über 1.000.000 US Dollar für die Verwirklichung des Projektes sammeln. Interessierte können sich den Obsidian schon ab 85 Euro auf Kickstarter sicher, geliefert wird voraussichtlich Dezember 2017.

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