nuraphone Test: Premium Kopfhörer mit Gehörtest & Spitzenklang

Beim Musikhören unterwegs muss man sich für eine Art von Wiedergabe entscheiden. Der nuraphone Kopfhörer verbindet jedoch die Eigenschaften von Over-Ear und In-Ear Kopfhörern nicht nur technisch, sondern auch optisch. Wir haben euch den nuraphone in einem kurzen Artikel vor einiger Zeit bereits vorgestellt. Nun folgt ein ausführlicher Testbericht mit allen Daten und Fakten im Praxistest.

Kopfhoerer haengen auf Metallstange

Die nuraphone Kopfhörer sind in einem schicken grauen Karton mit wenigen weißen Aufdrucken verpackt, welcher quadratisch ist. Zum weiteren Schutz ist dieser nochmal in einer Folie verschweißt. Das Auspacken erfolgt durch ein Abziehen der oberen Kartonhälfte. Langsam und geschmeidig wird nun der Kopfhörer freigelegt. Dieser steht sicher in der unteren Hälfte der Verpackung und befindet sich in seinem Transport-Case. Schon das Auspacken ist ein besonderes Erlebnis und macht einfach Spaß. Das Design ist modern und ansprechend umgesetzt.

nuraphone: Verpackung und erster Eindruck – sehr positiv

Der innere Teil der Verpackung bildet optisch ein spezielles Gegenstück. Von außen waren die Farben Grau und Weiß dominierend, Innen sind es dann kräftige Rottöne, welche das Produkt nochmal besonders hervorheben. Neben den Kopfhörern befindet sich noch ein kleines Kärtchen im Karton, welche auf die hauseigene App für iOS und Android verweist. Hiermit sollen dann später besondere Klangeinstellungen vorgenommen werden können.

Nuraphone Verpackung steht auf Blumenwiese

Das Hartschalen Case der Kopfhörer hat eine Magnetschließe, welche den Inhalt sicher schützt und dennoch leicht zu öffnen ist. Die hochwertigen Materialien und die Leichtgängigkeit sind auch hier schon ein sehr gutes Nutzererlebnis. Wird der Deckel des Case nun geöffnet, so wird der erste Blick auf die Kopfhörer frei. Sie liegen gut eingelassen und rutschfest. Im Zentrum befindet sich eine runde, gummierte Aufbewahrung für das Ladekabel und die weiteren Aufsätze der In-Ears. Auch hier wurde mit der magnetischen Wirkung gearbeitet, sodass man die gesamte Schale leicht abnehmen kann.


Übrigens: Anstelle des Hard Case kann auch eine softe Tasche als Transportaufbewahrung gewählt werden. Wer sich für dieses Set entscheidet, der bekommt auch noch ein Kabel mit Klinkenanschluss dazu. Dieses kann dann in den propietären Ladeanschluss gesteckt werden. Hier überzeugt nura also auch mit Alternativen. Da es preislich keinen Unterschied gibt, kann die Entscheidung also komplett losgelöst davon getroffen werden.


Außergewöhnliches Design und tolle Haptik

Nimmt man den nuraphone nun aus seiner Hülle, so fallen einem sofort die hochwertigen Materialien auf. Wir sehen eine Mischung aus leichtem Aluminium und weichem Gummi. Der Kopfhörer ist durchweg in mattem Schwarz gehalten und vor der ersten Verwendung noch mit Folien geschützt. Das Abziehen dieser ist für Freunde des Unboxing häufig ein besonderes Erlebnis, hier wird es jedoch getrübt. Auf der Innenseite des Bügels ärgern uns hartnäckige Kleberückstände, die so nicht sein dürften.

Aufgeklappte Verpackung mit Kopfhoerer darin

Die Hörmuscheln weisen die Besonderheit des nuraphone auf. Sie sind rund geformt und sollen das Ohr gut umschließen. Darin befinden sich noch die In-Ear-Elemente. Durch diesen Aufbau soll ein besonders gutes Klangbild erschaffen werden. Im Bereich des Außenohrs befinden sich Schlitze, hinter welchen leistungsstarke Treiber ihren Platz finden, dazu später mehr. Ansonsten ist der Kopfhörer schlicht gehalten und hat nur einen kleinen Aufdruck des Markennamens nura.

Knöpfe und Tasten sucht man am nuraphone vergeblich. Es gibt lediglich zwei touchsensitive Flächen, welche sich jeweils links und rechts auf der Hörmuschel befinden. Der Anschluss für den Ladevorgang befindet sich auf einer Seite darunter. Das Ladekabel ist auffallend weich und fühlt sich sehr hochwertig an. Es hat einen hauseigenen Anschluss und muss bei Bedarf also nachgekauft werden.

Mann tippt vor Computer auf Ohrmuschel

Ladeanschluss der Nuraphone Kopfhoerer

Headset liegt auf Teppich und wird mit Powerbank geladen

Das erste Ausprobieren stimmt uns aber wieder durchweg positiv. Alle individuellen Einstellmöglichkeiten können stufenlos und damit auch lautlos vorgenommen werden. Hier passt also nahezu jeder Kopf zum nura nuraphone. Die gewählten Materialien sind relativ biegsam und flexibel, die Kopfhörer lassen sich aber dennoch nicht zusammenklappen. Wer also auf möglichst kompakte Maße beim Transport Wert legt, der ist hier falsch.

Die gummierten Elemente am nuraphone sorgen für eine hohe Langlebigkeit. Leder- oder Kunstleder-Partien an anderen Kopfhörern werden auch bei bester Pflege irgendwann porös und damit unschön. Die In-Ears können mit den bereits erwähnten Aufsätzen ebenfalls an den Träger oder die Trägerin angepasst werden. So kann der nuraphone auf jede Kopf- und Ohrform passen. Die cleveren Kopfhörer geben aber auch Empfehlungen ab – mehr dazu später.

Individuelles Hörprofil erstellen

Für die Einrichtung und spätere Nutzung ist die bereits erwähnte App notwendig. Ist der nuraphone aufgesetzt und mit dem Smartphone verbunden, so kann die Einrichtung beginnen. Diese startet mit der Vermessung der Ohrmuschel. Hier wird im Anschluss die bereits erwähnte Empfehlung für eine bestimmte Größe der Aufsätze ausgesprochen. Im nächsten Schritt wird der Gehörgang zweimal ausgemessen. Nun kann man eine Entscheidung treffen: Soll mit der normalen Einstellung gehört werden oder soll die Wiedergabe auf die individuellen Werte angepasst erfolgen.

Nuraphone Kopfhoerer iPhone App Screenshots

Screenshots der iOS-App von nura

Das Beispiellied war bei Ersterem schon beeindruckend klar zu hören. Die individuelle Wiedergabe hingegen hat eine Gänsehaut verursacht! Zusätzlich dazu kann der Immersionsmodus dazu geschaltet werden. Hier wird ein Treiber im Bereich des Außenohrs aktiv und vermittelt das Gefühl einer Live-Performance. Die Intensität des Modus kann stufenweise eingestellt und somit auch verstärkt werden. So hat man das Gefühl, man steht direkt vor der Bühne. Die ohnehin schon cleveren Kopfhörer werden immer noch schlauer und passen sich noch einige Zeit nach der ersten Einrichtung immer weiter an das Gehör an.

Die Bedienung des nura nuraphones ist ebenso einfach. Die beiden Touch-Buttons können mithilfe der App individuell belegt werden. Ob also Lautstärke regeln, zum nächsten Lied springen oder Ähnliches, kann man alles mit dem Smartphone festlegen. Die App bietet natürlich umfangreichere Einstellungen an. So kann man die Lautstärke beispielsweise bis zur EU-weiten Empfehlung gegen Hörschäden begrenzen oder das Noise Cancelling managen.

Nuraphone Kopfhoerer liegen auf roter Metallstange

Letzteres wird ein immer bedeutender Punkt beim Kauf von Kopfhörern. Für die Nutzung in Bahn, Flugzeug oder generell lauteren Umgebungen lohnt sich dieses Feature besonders. Wir konnten hier sogar einen Vergleich mit den inoffiziellen ANC-Anführern Bose QC 35 anstellen und sehen den nuraphone Kopfhörer leicht vorn. Hier spielt natürlich auch der Aufbau eine große Rolle. Die Abschirmung des Ohrs und die zusätzlichen In-Ear Elemente sind beim Thema ANC ein großer Faktor.

Active Noise Cancelling vs. Transparenzmodus

Das Gegenstück hierzu bildet der Transparenzmodus. Ist dieser eingeschaltet, so werden die Umgebungsgeräusche verstärkt und über den nuraphone wiedergegeben. Denkbar ist dieser Modus, wenn man ohne den Kopfhörer abzunehmen etwas oder jemandem zuhören möchte – etwa bei einer Durchsage im Zug. Hier kommen also die Mikrofone zum Einsatz und erledigen ihren Job gut. Denn auch wenn die Kopfhörer ausgeschaltet sind, so dichten sie das Ohr so gut ab, dass man kaum oder nur sehr gedämpft etwas von der Umgebung mitbekommt.

Frau mit Kopfhoerern und Stirnband in der Natur

Die vom Hersteller angegebene Akkulaufzeit von über 20 Stunden können wir nach unserem Praxistest bestätigen. Die Aufladung des nuraphones hat eine durchschnittliche Zeit von etwa zwei bis drei Stunden gedauert. Ist das Noise Cancelling aktiviert, so könnte sich die Spieldauer etwas verkürzen, liegt damit aber immer noch im oberen Bereich für hochwertige und kompakte Kopfhörer.

Um die volle Qualität der Kopfhörer auszunutzen, empfiehlt sich natürlich auch das Abspielen von hochwertigen Medien. Title Streamingdienste eignen sich hier besonders. Das kabellose Design erfordert eine stetige Bluetooth Verbindung, welche durchweg störungsfrei und stabil war. Die Bedienbarkeit ist einwandfrei und intuitiv gestaltet. Die App bietet viele Einstellungen und macht das individuelle Hörprofil und die empfohlenen Parameter sichtbar. Eine aktive Kühlung verhindert auch bei stundenlanger Nutzung eine Überhitzung der umschlossenen Ohren.

nuraphone technologie

Mann sitzt mit Premium Kopfhoerern vor Computer

Nachteilig zu bewerten ist das proprietäre Ladekabel des nuraphones. Dass hier kein standardisierter USB-C Anschluss oder Ähnliches gewählt wurde ist schade. Die schwarz-matte Oberfläche des nuraphone ist zwar schick, aber auch empfindlich für Kratzer und Fingerabdrücke. Die Bühne hingegen ist der große Vorteil des Kopfhörers. Der kristallklare Klang wird räumlich gut dargestellt und vermittelt eine gewisse Tiefe beim Hören.

Fazit – sehr gutes Testergebnis für nuraphone

Die Klangqualität wird mit dem nuraphone auf jeden Fall auf eine neue Ebene gehoben. Viele Testprodukte und auch die private Nutzung von hochwertigen Kopfhörern wurden von diesem Modell in den Schatten gestellt. In Lieblingsliedern wurden neue Stimmen und Instrumente entdeckt, die vorher schlichtweg überhört oder unsauber dargestellt wurden. Wir konnten in unserem Test auch kein Genre finden, welches weniger gut wiedergegeben wurde.

Die Lautstärke spielt bei der Qualität des Sounds ebenso wenig eine Rolle. Die Musikwiedergabe erfolgt stets ausgewogen und glasklar. Im Transparenzmodus sind auch Stimmen und Geräusche aus der Umgebung deutlich und angenehm zu hören. Unserer Meinung nach lohnt sich jeder Cent dieser nicht unbeachtlichen Investition von knapp 400 Euro. Das Gesamtpaket von Optik, Haptik und natürlich der überragenden Soundqualität rechtfertigt diesen Betrag und wird die Nutzerin oder den Nutzer ganz sicher nicht enttäuschen.


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