Lernen wie ein Handy funktioniert: Mit dem MAKERphone

Täglich benutzen wir unsere Smartphones und kaum einer kann sich wohl noch ein Leben ohne den ständigen Begleiter vorstellen. Dabei machen sich jedoch die wenigsten Gedanken darüber, was genau eigentlich während der Benutzung in dem kleinen Gerät vor sich geht. Mit dem MAKERphone bietet sich nun die Möglichkeit, endlich Licht ins Dunkel zu bringen, denn das Do-It-Yourself-Handy kann selbst zusammengebaut und programmiert werden.

MAKERphone mit Computer verbunden

Das MAKERphone dient dazu, Interessierte langsam an die Funktionsweise eines Handys heranzuführen. So lernt der Benutzer Schritt für Schritt, wie das Gerät überhaupt aufgebaut ist, welche Funktionen die einzelnen Teile haben und wie Apps oder Spiele zum Laufen gebracht werden.

MAKERphone: Das eigene Handy selbst zusammenbauen

Geliefert wird das mobile Do-It-Yourself-Telefon in einer Box, in der alle Einzelteile für den Zusammenbau des MAKERphones vorhanden sind. Über detaillierte Video-Tutorials wird dem Nutzer vermittelt, wie er vorgehen muss, um das Handy richtig zusammenzubauen. Dadurch lernt man die verbauten Komponenten und deren Funktion schon kennen, bevor das Telefon überhaupt in Betrieb genommen wird. Dabei kann die verbaute Technik natürlich nicht mit aktuellen Smartphones mithalten, sondern eher mit 15-20 Jahre alten Modellen, jedoch ist dies auch nicht der Sinn des MAKERphones. Trotzdem verfügt es über ein Farbdisplay, Wi-Fi, Bluetooth und spielt auch MP3-Files ab.

MAKERphone spielt Musik ab

Der Zweck des zusammenbaubaren Telefons liegt darin, ein komplett funktionierendes Handy zu erschaffen, dass in Folge dann selbst programmiert werden kann. Dabei lernen Technikinteressierte, wie die Elektronik in dem Gerät funktioniert, wie man die einzelnen Teile zusammenlötet und wie man Code und Programme selbst schreibt. Dafür stehen Scratch, Python und Arduino, das auf C/C++ basiert, zur Verfügung, womit die ersten Zeilen eigener Code geschrieben werden können.

MAKERphone SIM Karten Slot

MAKERphone wird zusammengelötet

Verschiedene Versionen für jeden Einsatzzweck

Das MAKERphone wird in zwei verschiedenen Versionen ausgeliefert, um so alle Kunden zufriedenzustellen. Dabei ist der einzige Unterschied das Mobilfunkmodul, bei dem es sich entweder um ein 2G- oder ein 4G-Modul handelt. Hier ist vor allem die 2G-Unterstützung des Netzbetreibers von Bedeutung, die in manchen Ländern schon komplett abgeschaltet wurde und auch in Europa nicht ewig verfügbar sein wird. Da ein 4G-Modul natürlich teurer als ein 2G-Modul ist, handelt es sich bei der 4G-Version des MAKERphones auch um das höherpreisige Modell.

So ist das zusammenbaubare 2G-Kit des MAKERphones auf Kickstarter bereits ab rund 83 Euro bestellbar, die 4G-Version schlägt mit 149 Euro zu Buche. Wer keine Lust auf den Zusammenbau des Handys hat, kann sich für einen Aufpreis von rund 4 Euro sogar eine bereits zusammengebaute Version bestellen, wobei hier natürlich ein Teil des Lerneffekts wegfällt. Ein rundum-sorglos-Paket mit MAKERphone-Kit und allem Werkzeug, das für den Zusammenbau benötigt wird, ist zusätzlich erhältlich, für ungefähr 105 Euro. Geliefert werden soll das Do-It-Yourself-Handy im März 2019.

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