Gadgets gegen das Alter – Wie man die alte Karosse smart macht

Alles wird „Smart“, zuerst Telefone, dann Fernseher, später Uhren und jetzt sogar Autos. Die Geräte verbinden sich mit dem Internet, bieten mehr Funktionen als ihre analogen Pendants und liegen voll im Trend. Einer Umfrage des Automobil-Weltverbands (FIA) zufolge, ist besonders das Interesse und die Nachfrage nach Connected Cars äußerst hoch.

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WLAN im Auto mit ZTE Mobley (Bild: att.com)

Das Ergebnis der FIA-Umfrage verwundert nicht. Denn im Gegensatz zu vielen alten Autos, besitzen Connected Cars (auch Smart Cars genannt) eine Vielzahl an Funktionen und Möglichkeiten, von denen Besitzer älterer Modelle nur träumen können. Darunter WLAN-Hotspots, intelligente Navigationssysteme, Mediencenter, eigene Apps und integrierte Systeme zur Schadens- und Fehlerdiagnose. Besitzer von altersschwachen Modellen müssen sich allerdings nicht zwangsweise ein neues Auto kaufen, um auch in den Genuss solcher Funktionen zu kommen. Schließlich werden zu diesem Zweck laufend Gadgets entwickelt. Darunter eigene WLAN-Hotspots für das Auto und sogar spezielle Diagnosegadgets zur Status und Fehleranalyse.

Kleine Geräte, große Wirkung

Eines dieser Gadgets nennt sich Drivelog Connect und stammt vom deutschen Unternehmen Bosch. Hierbei handelt es sich um ein Diagnosetool, das sich über den ODB-Stecker mit dem Auto verbindet und anschließend eine Übersicht über den Zustand des Autos liefert. Mithilfe des Smartphones können Nutzer auf die Status- und Fehlermeldungen ihres Autos zugreifen und sich einen aktuellen Überblick verschaffen.

Neben Status und Fehlermeldungen, erhalten Nutzer ebenfalls einen Einblick in ihren aktuellen Benzinverbrauch, ein intuitives Fahrtenbuch und können mithilfe der Statusmeldungen rechtzeitig eine Werkstatt kontaktieren. Dadurch können Nutzer ihren Benzinverbrauch reduzieren und im Falle eines Schadens, rechtzeitig eine Werkstatt aufsuchen.

Ein eigenes WLAN Netz im Auto? Lange Zeit konnten Besitzer älterer Modelle davon nur träumen. Auch das ist mittlerweile möglich – beispielsweise durch den „HUAWEI E8377“ Hotspot. Das faustgroße Gerät besitzt eine eigene Sim-Karte und kann insgesamt 10 Geräte mit LTE-Internet versorgen. Den Strom dafür bezieht der Hotspot aus dem Zigarettenanzünder. Die maximale Downloadrate soll bis zu 150 Mbit/s betragen und eine Upload-Geschwindigkeit von bis zu 50 Mbit/s ermöglichen. Dadurch können Fahrer und Beifahrer bequem während der Fahrt im Internet surfen.

Leidiges Thema: Datenschutz

Auch wenn sich viele Menschen für Connected Cars interessieren, wünschen sie sich ebenfalls einen transparenten Umgang mit den dadurch gesammelten Daten. Schließlich ist es nicht klar, welche Daten von Herstellern gesammelt und für welche Zwecke diese anschließend verwendet werden. Zusätzlich besteht die Gefahr, dass Hacker auf Funktionen des Autos zugreifen und beispielsweise während der Fahrt die Kontrolle übernehmen könnten. Hierbei sind Nutzer der oben genannten Gadgets deutlich im Vorteil. Schließlich verbinden sich diese Geräte nicht mit der Fahrzeugkontrolle oder sammeln spezifische Daten über die Nutzer, sondern arbeiten völlig unabhängig voneinander. Schließlich verbindet sich Drivelog nicht mit dem Internet und der Hotspot verbindet sich nicht direkt mit dem Auto. Dadurch werden die Daten des Autos nicht an unbefugte Personen weitergereicht.

Wen jetzt die Lust an smarten Auto-Gadgets gepackt hat, dem legen wir das Indiegogo-Crowdfundingprojekt zum Head-Up-Display Exploride ans Herz. Das Produkt kann seit Kurzem vorbestellt werden. Die Auslieferung erwarten wir Anfang 2016. Nachfolgend haben wir euch das Video der Kampagne eingebunden.

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