Inateck Taurus im Test: Günstige Bluetooth In-Ear-Kopfhörer

Was braucht ein Gerät, um in den Olymp der Gadgets aufsteigen zu können? Genau! Bluetooth. Und somit haben sich Inatecks Taurus In-Ears qualifiziert um von Gadget-Rausch.de genauer unter die Lupe genommen zu werden. Inateck deklariert die Kopfhörer als „Wireless Sport Headphones“, jedoch fällt direkt auf, dass nicht ganz auf Kabel verzichtet wurde, denn die beiden Hörmuscheln sind per Kabel verbunden (ähnlich wie die bereits von uns kürzlich vorgestellten JBL Everest), anders als die erst angekündigten „AirPods“ von Apple oder die hier gezeigten Samsung Icon X ganz ohne Kabel.

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Die Ton-Übertragung findet mit Hilfe eines aptX CSR Chipsets über den neusten Bluetooth 4.1 Standard statt mit einer Reichweite von 10-15 Metern. Die Laufzeiten gibt Inateck mit rund sechs Stunden an, bei einer Akku-Kapazität von 100 mAh. Im Lieferumfang ist neben dem Kopfhörer selbst eine Aufbewahrungstasche, ein USB-Ladekabel und zwei Paar Silikon-Ohrstöpsel in den Größen S-M/M-L. Des Weiteren liegt das klassische Betriebsanleitungs-Faltblatt bei.

Die Ausgangsleistung der Kopfhörer beträgt 3mW bei 16 Ohm Impedanz um die 8mm Treiber zu befeuern. Die Besonderheit der Inateck Taurus: Durch Magneten in den Hörmuscheln lassen sich die beiden Enden verbinden und somit zu einer Art „Kette“ machen, sodass die Kopfhörer praktisch um den Hals verstaut werden können. Gerade praktisch beim Sport, wenn man keine Hosentaschen hat oder nicht Gefahr laufen will, dass die leichten Kopfhörer beim Joggen aus der Tasche fallen.

Inateck Taurus In-Ears auf einen Blick:

  • 6h Laufzeit mit 100 mAh Akku
  • Bluetooth 4.1 mit aptX CSR (10-15m Reichweite)
  • Ausgangsleistung von 3mW bei 16 Ohm
  • „Ketten-Funktionalität“ durch Magnete

Doch nun genug der Fakten! Was halte ich denn persönlich von dem Gadget: Also zunächst hat mich beim Auspacken die qualitative Anmutung des Produkts beeindruckt. Zwar kommt es nicht an das Auspack-Erlebnisses iPhones oder ähnlichem ran, aber für den Preis von unter 40€ hätte ich nicht diese hochwertige Optik und Haptik erwartet. Nicht nur die Ohrteile selbst haben ein schönes Finish, sondern auch das Ladekabel macht einen sehr guten Eindruck.

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Inateck lieferte glücklicherweise vollgeladene Kopfhörer aus, sodass ich direkt mit dem Probehören loslegen konnte. Das Koppeln ist ein Kinderspiel und sollte jedem der schon mal ein Bluetooth Produkt in der Hand hatte ohne Hilfe der Anleitung gelingen: Den Multifunktionsknopf lange gedrückt halten bis es zum zweiten Mal piepst, am Smartphone Bluetooth aktivieren und nachdem sich die Geräte gekoppelt haben geht es schon los. Außerdem zeigt auch eine kleine LED den Status der Inateck Taurus an. Was mir sofort positiv auffiel: Das Gerät überträgt den Akkuzustand an das Smartphone/Tablet/PC. Also keine LED-Blinkcodes die zu dechiffrieren sind oder Akku-Sprachansagen, die einen aus heiterem Himmel erschrecken.

Als die ersten Töne anspielen bin ich dann komplett überzeugt: Der Sound klingt recht klar, wirklich satte Bässe und insgesamt klare Tendenz zu den tiefen Tönen. Die Mitten und Höhen treten im Klangbild in den Hintergrund, dennoch würde ich, gerade in Anbetracht des Preises, von einem guten Klang sprechen. Wobei die Stärken definitiv bei basslastigeren Genres wie Hip-Hop, Dance, House etc liegen. Das Ganze direkt aus der Schachtel ohne Einspielzeit. Not Bad! Nach entsprechender Einspielzeit wurde das Ganze zwar gefühlt etwas „runder“, aber an sich keine drastischen Veränderungen, vielleicht sogar nur Einbildung.

Inateck Bluetooth-Kopfhörer im Vergleich

Um einen Vergleich zu bekannten Kopfhörern zu ermöglichen habe ich AKG Q350 herangezogen. Die Inateck klingen basslastiger, aber meiner Meinung nach auch insgesamt voller, wobei die Q350 insgesamt deutlich ausgeglichener sind und deutlich lauter spielen können, die Taurus hingegen bei voller Lautstärke immer noch vernünftig klingen während die Q350 die Höhen extrem zu überzeichnen – „if you turn up to eleven“. Andersrum verhält es sich in Richtung des anderen Extrem: Die Inateck verlieren stark an Dynamik, wenn sie sehr leise betrieben werden, während die AKG da länger den guten Klang behalten. Bei der Geräuschabschirmung schenken sich die beiden Kopfhörer nicht viel und sind im Vergleich zu Geräten mit Active Noise Cancelling, also der aktiven Geräuschunterdrückung, „nur“ im mittleren Standard bei In-Ears anzusiedeln.

Bei mir kam es nie zu Verbindungsabbrüchen und recht selten zu kurzen Störungen beziehungsweise Aussetzern in der Übertragung, wobei dies auch stark davon abhängig ist, ob man gleichzeitig in einem 2,4 GHz WLAN unterwegs ist, denn die Frequenzen überschneiden sich und können einander stark beeinträchtigen. Gerade beim Streamen von Videos und Filmen kann man Probleme haben, die durch kabelgebundene Kopfhörer nicht auftreten würden. Jedoch ist das nicht ein spezielles Problem von den Inateck Taurus, sondern allgemein von Bluetooth Geräten. Im 5 GHz WLAN erwarten einen jedoch keine Probleme.

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Im Alltag hat sich die Funktion die Inateck Taurus per Magnet als Kette um den Hals zu legen als besonders nützlich heraus gestellt. Nicht nur, dass man nicht im Rucksack oder der Tasche nach wild verknoteten Kopfhörer suchen muss, sondern einfach den Verschluss auf macht und die In-Ears in die Ohren steckt, sondern auch wenn man in ein Gespräch verwickelt wird, nimmt man sie einfach aus den Ohren und schließt mit Hilfe der Magneten die Kette, was nicht nur einfach die Kopfhörer praktisch, schnell und sicher verstaut, sondern auch die Wiedergabe automatisch stoppt.

Durch die Kabelfernbedienung zwischen den beiden Hörern lässt sich danach die Musik wieder starten, lauter/leiser stellen oder Dank dem Multifunktionsbutton auch Telefongespräche annehmen. Und das Ganze ohne sein Smartphone auch nur in die Hand nehmen zu müssen. Die mitgelieferten Silikon-Ohrstöpsel halten bei mir sehr gut im Ohr, auch bei Bewegung. Einzig das Kabel mit der Fernbedienung kann bei Kopfdrehungen stören, wenn es ungünstig im Nacken liegt.

Schade finde ich es, dass Inateck leider keine Standard-Aufnahme für die Ohrstöpsel angebracht, da man umständlich das Silikon aufziehen und ausrichten muss und auf die zwei mitgelieferten Größen der Stöpsel angewiesen ist. Leider stülpt sich das Silikon beim Herausziehen immer um, aber dafür sitzen sie bei mir sehr gut und schließen dicht ab.

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Die Inateck Taurus Bluetooth-Kopfhörer werden mit Micro-USB aufgeladen

Wenn die Inatecks dann nach 6-7 Stunden Betrieb leer sind, können sie via Micro-USB geladen werden. Der große Vorteil hier: Während dem Laden kann man weiter hören. So kann man auf längeren Reisen, zum Beispiel im Flugzeug, einfach per Powerbank laden und trotzdem seine Musik genießen. Dies ist ein enormer Vorteil gegenüber von manch anderen Bluetooth In-Ears, die zum Laden in eine Ladestation müssen – gerade Bluetooth-In-Ears, die nicht per Kabel miteinander verbunden sind, haben diesen Nachteil.

Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit den Inateck Taurus BH1001. Sie werden als Sportkopfhörer angeboten und genau da finden sie bei mir ihre Nische. Gerade beim Sport oder einfach unterwegs nervt mich ein Kabel das vom Kopf bis in die Hosentasche geht und irgendwie immer stört. Und auch der Klang ist wirklich gut genug um unterwegs für Beschallung zu sorgen. Meine Shure SE215, Sennheiser HD 598 oder Sennheiser 380 Pro werden sie nicht ersetzen, aber meine AKG Q350 für unterwegs haben wohl ausgedient und bleiben nur noch als „Notfall“-BackUp im Rucksack. 31,99 Euro sehen wir als einen fairen Preis.


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Inateck Taurus im Test: Günstige Bluetooth In-Ear-Kopfhörer
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