OSSIC X: Mehr als nur ein gewöhnlicher Kopfhörer?

Ok, genau genommen ist der OSSIC X genau das: Nur ein Kopfhörer. Aber er kann deutlich mehr, als die meisten in seiner Klasse. Die Idee ist nämlich, dass sich der Sound an die Anatomie des Trägers anpasst im Besonderen an die Ohrmuschel desselben, sodass man klangmäßig mittendrin statt nur dabei ist – ein perfektes 3D Audio-Erlebnis.

OSSIC X Produktbild

Das perfekte 3D-Sound-Erlebnis verspricht zumindest das 2014 gegründete Unternehmen OSSIC (früher Sonic VR) aus San Diego. Wie der ehemalige Name des Start-Ups zeigt beschäftigt man sich bei OSSIC auch mit VR, also Virtual Reality. Deswegen taugt der OSSIC X auch zum Gamen und nutzt die verbaute Technik um Kopfbewegungen zu tracken, was gerade bei Ego-Shootern helfen soll Geräusche zu lokalisieren.

Als Beispiel: Wenn ich von links Schüsse höre, meinen Kopf nach links drehe, dann höre ich bei einem gewöhnlichen Kopfhörer immer noch die Schüsse von links, OSSIC X erlaubt es mir aber die Schüsse so zu hören, als ob sie direkt von vorne kommen würden.

Perfekter Kopfhörer für VR und Gaming?

In Spielen bei denen es möglich ist den Kopf unabhängig vom restlichen Spielermodell zu drehen (z.Bsp.: Armed Assault 1-3 kurz ArmA) ist es vorstellbar, das auch die Sicht per Kopfbewegung gesteuert werden kann, während die Maus in eine andere Richtung zielt (ähnlich wie  TrackIR). Außerdem eignet sich OSSIC X auch als perfekte Ergänzung zur Oculus Rift und verbessert somit nochmals das VR-Erlebnis, da das Bewegungstracking sowohl in x,y und z-Achse sehr präzise funktionieren sollen.

ossics x

Durch das integrierte Mikrofon kann man OSSIC X auch als vollwertiges Headset für Online-Games einsetzen oder Skype-Telefonate. Außerdem ersetzt der Kopfhörer eine 5.1 Soundanlage für den Genuss von Filmen. Durch die 3D-Soundtechnik und der Positionsbestimmung ist man mitten im Filmgeschehen – zumindest klangtechnisch. Auch für schnödes Musikhören möchte OSSIC das bestmögliche Erlebnis bieten, indem der Sound so dargestellt wird, wie es vom Künstler gedacht war und der Kopfhörer die perfekte Klangumgebung generiert: Sei es eine Konzerthalle oder die Lieblingsband im eigenen Wohnzimmer.

Aber wie funktioniert das Ganze? Durch verschiedene Sensoren wird die Anatomie des Schädels, die Ohrform etc. analysiert und durch verschiedene Algorithmen berechnet daraus der Kopfhörer wie er den Sound mit den insgesamt acht Audiotreibern – vier pro Ohr – modulieren muss, um den perfekten Klang zu erzielen. Dabei wird auch die Umgebung, in der man sich befindet mit einbezogen, sodass man immer und überall den gleichen Sound erhält. Das Ganze ist in einem sehr kompakten Format im schlichten, aber stilvollen Design verpackt.

Hier nochmal alles im Überblick:

  • Individuelle Anpassung an die eigene Anatomie
  • Integriertes Tracking der Kopfbewegungen
  • Vier Treiber pro Ohr für eine präzise Sound-Platzierung
  • 3D Audio: mobil oder an PC und Mac
  • Integriertes Mikrofon direkt in der Ohrmuschel
  • USB- und AUX-Anschluss
  • Akku für bis zu zehn Stunden Betriebszeiten beim Betrieb mit AUX
  • Konstruktion aus Metall und anderen hochwertigen Materialien
  • Waschbare Ohr- und Kopfpolster
  • „unzerstörbares“ Kopfband und THX Zertifizierung

kopfhörer der zukunft

Fazit zum OSSIC X Kopfhörer

Das Kickstarter-Projekt des OSSIC X klingt sehr vielversprechend. Das sehe nicht nur ich so, sondern auch die rund 3.400 Unterstützer die mit knapp 830.000 US-Dollar das Finanzierungsziel um das Siebenfache übertroffen haben und das schon fast zwei Monate vor Kampagnen-Ende. Und das obwohl der Kopfhörer im günstigsten Early-Bird schon 199$ gekostet hat und jetzt nur noch für teurere 249$ zu haben ist solange das Projekt läuft.

Der Ladenpreis soll stolze 399$ betragen. Somit spart man trotzdem noch 150$, wenn man den OSSIC X jetzt haben möchte. Der Preis ist ambitioniert für eine Marke, die noch unbekannt ist und sich erst jetzt einen Namen machen möchte. Wenn die Versprechen gehalten werden, dann ist der Preis aber noch fair.

Trotzdem ist das nur etwas für Sound-Enthusiasten mit dem entsprechenden Kleingeld oder für Leute die sich sowieso ein gutes Headset und eine Headtracking-Lösung zulegen wollten. Denn Geräte wie TrackIR kosten ohne Headset schon fast 200 Euro. Und wer Preise von anderem VR-Gear kennt weiß, dass selbst 400$ nicht das Ende der Fahnenstange ist, sondern eher der Anfang. Wer einfach nur ein gutes Headset oder Kopfhörer sucht, dem kann ich Sennheiser ans Herz legen. Ich selber nutze momentan das Sennheiser G4me Zero und habe davor einen Sennheiser HD 380 Pro mit Ansteckmikrofon benutzt und war damit immer zufrieden.

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